Rimparer Wölfe im Nachholspiel zu Gast in Ferndorf

ZWEITES NACHHOLSPIEL IM SIEGERLAND

Auch die zweite Begegnung im Jahr 2021 ist eine Begegnung, die aufgrund der Coronafälle im Wolfsrudel verlegt werden musste. Die Partie vom zwölften Spieltag findet nun also am Mittwoch, den 03. Februar 2021 um 20 Uhr statt. Hierfür reist das Wolfsrudel nach Kreuztal, um dort in der Sporthalle Stählerwiese gegen den TuS Ferndorf um zwei wichtige Punkte zu kämpfen.

Der TuS Ferndorf war seinerseits auch bereits von positiven Coronatests betroffen. Das erste Mal wurde Mitte Oktober ein positives Ergebnis nachgewiesen, woraufhin die gesamte Mannschaft in Quarantäne musste. Doch auch kurz nach der ersten Quarantäne wurde erneut ein Spieler positiv getestet und das Team musste sich in seine zweite 14-tägige Isolation begeben.

Besonders kurios ist, dass in beiden Fällen nur ein einziger positiver Test vorlag und alle darauffolgenden Testungen negativ ausfielen. Da auch der positiv getestete Spieler in der Folge negativ getestet wurde, liegt der Verdacht eines Fehltests nahe, doch in beiden Fällen blieb das Gesundheitsamt hart und der TuS musste jeweils die vollen 14 Tage zu Hause bleiben.

Zwischen den beiden angeordneten Quarantänen absolvierten die Siegerländer genau eine Partie. Genau wie die Wölfe am vergangenen Samstag gewannen sie gegen den Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck nach einer engen Partie mit 30:29. Das Spiel nach der zweiten Quarantäne konnte man überraschend deutlich mit 27:21 gegen den ASV Hamm-Westfalen und Ex-Trainer Michael Lerscht für sich entscheiden. Doch in den nächsten acht Begegnungen bis zum Jahreswechsel sprang jedoch nur noch ein Unentschieden heraus, weswegen sich die Rot-Weißen aktuell in unmittelbarer Nähe zur Abstiegszone befinden.

Ferndorf mit einigen Abgängen

Im Vergleich zur Vorsaison hat der TuS sechs Abgänge zu verzeichnen. Besonders schwer wiegt der Verlust vom letztjährigen MVP der Liga Julius Lindskog-Andersson, den es näher Richtung Heimat zum VfL Lübeck-Schwartau gezogen hatte. Hingegen kommt sein Vater Robert Andersson als neuer Trainer zum TuS und trat die Nachfolge von Michael Lerscht an. Dem Schweden steht ein kleinerer Kader zur Verfügung, doch die Zielsetzung bleibt mit einem Mittelfeldplatz gleich.

Jugendnationalspieler Torben Matzken, der von den Füchsen Berlin kommt, ist in diesem Jahr der Hoffnungsträger auf Rückraummitte. Nach anfänglichen Verletzungsproblemen steht der 21-Jährige aktuell bei 54 Saisontoren und zieht im Offensivspiel des TuS die Fäden. Bereits vor der Saison stand fest, dass Matzken nach der Runde zu den Kadetten Schaffhausen weiterziehen wird.

Die weiteren Verstärkungen bekleiden die beiden Außenpositionen. Pechy Lukas kam für die linke Außenbahn und Josip Eres ist auf der rechten Seite zu Hause. Besonders Eres ist mit 69 Toren direkt eingeschlagen. Neben den Vertragsverlängerungen von Tim Rüdiger und Andreas Bornemann hat der TuS einen Winterneuzugang verkündet. Christopher Klasmann kommt bis zum Saisonende aus Schalksmühle und soll den Rückraum bereits gegen die Wölfe verstärken.

Wölfe wollen weiter punkten

Nach dem umkämpften Derbysieg gegen Fürstenfeldbruck zum Auftakt wollen die Wölfe direkt nachlegen. Gegen den TuS trifft man auf eine ähnlich defensivstarke Mannschaft wie das Wolfsrudel selbst. In der Vorbereitung stand man sich bereits zweimal gegenüber. Beide Partien konnten die Wölfe gewinnen, doch Testspiele sollte man nicht mit Pflichtspielen vergleichen. Es wird wie immer ein harter Kampf gegen die Siegerländer.

Abzuwarten gilt, ob zumindest der ein oder andere verletzte Spieler zurückkehren kann. Nach dem Abnutzungskampf am Wochenende können die Wölfe in der englischen Woche jede Unterstützung gebrauchen. Ein Sieg in Ferndorf wäre auch für die Tabellensituation extrem wichtig, denn so würde man noch weiter ins Mittelfeld vorrücken. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es alles andere als leicht wird, aber die Wölfe werden alles geben, um doppelt zu punkten!