Rimparer Wölfe müssen gegen Spitzenreiter Hamm antreten

Tabellenführer zu Gast in Würzburg

Es kommt zum zweiten Heimspiel in der noch jungen Spielzeit 2020/21 in der s.Oliver Arena. Zu Gast ist der ASV Hamm-Westfalen. Nach dem überzeugenden Sieg zum Heimauftakt gegen den TV Hüttenberg wollen die Wölfe natürlich auch die nächsten Punkte im Wolfsrevier behalten. Mit dem ASV kommt aber ein absolutes Schwergewicht der Liga nach Würzburg. Die Westfalen nehmen erneut Anlauf auf die Bundesliga.
In der vergangenen Saison fiel die zweite Begegnung dieser beiden Teams aus. Kurz vor dem Aufeinandertreffen musste die Spielzeit aufgrund von Corona erst unter- und dann abgebrochen werden. Das Hinspiel war auf den ersten Blick eine klare Sache für den Favoriten aus Hamm. Der Sieg in der Westpress Arena fiel mit 27:21 doch sehr deutlich aus. Doch bei einer genaueren Spielanalyse fällt auf, dass die Wölfe durchaus in Schlagdistanz waren. Benedikt Brielmeier erzielte kurz nach der Pause per Siebenmeter sogar den 11:11 Ausgleich. In der Folge startete der ASV einen Zwischenspurt und zog auf 15:11 davon. Doch das stark dezimierte Wolfsrudel ließ sich nicht abschütteln und kam nochmals heran. Als man jedoch am Ende auf eine offensive 4:2-Formation umstellte spielte Hamm seine ganze Klasse aus und brachte den Sieg souverän ins Ziel.
Vorsichtige Zielvorgabe aufgrund der ungewissen Zukunft
Niemand weiß genau wie diese Saison aufgrund der aktuell vorherrschenden Pandemie ablaufen wird. Auch beim ASV fällt deswegen die Zielformulierung eher zurückhaltend aus. Das Wort Aufstieg konnte man von keinem Verantwortlichen vernehmen, doch aus den letzten Jahren lässt sich dieses Ziel quasi übernehmen, da der Kader nahezu gleichgeblieben ist. Es gilt abzuwarten was Neu-Trainer Michael Lerscht (ehemals TuS Ferndorf) aus diesem Kader herausholen wird.
Kapitän ist und bleibt Jakob Schwabe. Der 1,94m große Kreisläufer gehört seit 2010 zum Kader des ASV. Lediglich im Jahr 2015 wechselte er für ein halbes Jahr zur SG Flensburg-Handewitt, um den verletzten Jakob Heinl zu ersetzen und gewann dort auch prompt den DHB Pokal. Sein Positionskollege ist schon seit Jahren Jan Brosch. Gemeinsam ergänzen sich beide sehr gut und machen das Angriffsspiel des ASV sehr variabel.
Für Variabilität steht auch der Rückraum der Hammer. Mit Rückkehrer Marian Orlowski und Jo-Gerrit Genz wurden zwei starke Rückraumakteure vom Ligakonkurrenten TuS Nettelstedt-Lübbecke losgeeist. Hinzukommen, neben Rückraumrechts Jan von Boenigk und David Mirko Spiekermann, die beiden Rückraummittespieler Sören Südmeier und Merten Krings. Beide gehören zu den besten Spielmachern der Liga und sind auch selbst extrem torgefährlich. Jedoch hatten beide auch in den letzten Wochen einige Verletzungssorgen und fehlten dem ASV in dieser Zeit. Eine weiter Option im Rückraum ist Markus Fuchs, der sich aber vorrangig als Abwehrspezialist in der Liga einen Namen gemacht hat. Gemeinsam mit Torhüter Felix Storbeck stellt er die Grundlage für das berüchtigte Hammer Tempospiel.
Aus einer kompakten, aber beweglichen 6:0 Formation heraus, geht es im Hochgeschwindigkeitstempo nach vorne in den Tempogegenstoß oder die zweite Welle. Mit Fabian Huesmann und Ale Rubino-Fernandez auf der linken Seite, sowie Marten franke und Jan Pretzewofsky auf der rechten Seite, sind die Außenbahnen des ASV für diese Spielweise herausragend besetzt.

Wölfe wollen die Sensation

Nach einem Heimerfolg zum Auftakt gehen die Wölfe nun als klarer Außenseiter in das nächste Heimspiel. Doch genau diese Rolle liegt dem Team von Trainer Ceven Klatt normalerweise richtig gut. In solchen Spielen kann man nichts verlieren, sondern einfach alles reinwerfen was man hat und am Ende schauen was dabei herausspringt. Gemeinsam mit den Fans im Rücken will man endlich mal wieder eine Überraschung im Wolfsrevier schaffen. Nach einer so langen Zeit ohne Live-Handball werden auch wieder einige Zuschauer den Weg in die s.Oliver Arena finden und ihr Team nach vorne peitschen.

Personell gilt es abzuwarten welchen Kader beide Teams zur Verfügung haben. Beide hatten in den letzten Wochen doch mit einigen Verletzungen zu kämpfen und mussten schauen, dass sie die Kräfte gut verteilen konnten. All das wird spätestens nach dem Anpfiff keine Rolle mehr spielen, da dann beide Teams mit allem was zur Verfügung steht, um die beiden Punkte kämpfen wird.