Rimparer Wölfe müssen sich in Bietigheim unglücklich geschlagen geben

STARKE TEAMLEISTUNG DER WÖLFE HÄTTE MEHR VERDIENT GEHABT

Es war ein ganz bitterer Abend für die Handballer der Rimparer Wölfe. Über die gesamten 60 Minuten kämpfte das dezimierte Wolfsrudel mit allen verfügbaren Kräften, doch am Ende musste man sich unglücklich mit 25:24 geschlagen geben. Nach diesem bärenstarken Auftritt wäre zumindest ein Unentschieden hochverdient gewesen.

Die vergleichsweise kurze Anreise nach Bietigheim traten die Wölfe erneut arg gebeutelt an. Es fehlten wie beim Heimsieg gegen den ThSV Eisenach gleich fünf Akteure  Die noch verbliebenen Spieler waren von Beginn an hell wach und legten einen guten Start in diese Begegnung hin. Michael Schulz und Tommy Witz drehten die 1:0 Führung der Hausherren durch Christian Schäfer innerhalb von 90 Sekunden in eine 1:2 Führung für die Gäste.

Die Begegnung blieb weiterhin umkämpft und beide Abwehrreihen schafften es technische Fehler beim Gegner zu erzwingen. Doch richtig absetzen konnte sich niemand. Leichte Vorteile lagen, aufgrund der besseren Chancenverwertung, bei den Bietigheimern. In der 16. Spielminute war es erneut Christian Schäfer der seine Mannschaft beim 6:4 erstmals mit zwei Toren in Führung brachte.

Eine weitere Hiobsbotschaft ereilte die Wölfe im Laufe der ersten Hälfte, als Benedikt Brielmeier nach einem Zweikampf angeschlagen vom Feld musste. Doch auch vom sechsten Ausfall an diesem Tag ließen sich die Wölfe nicht aus der Ruhe bringen. Der Vertreter auf Halblinks Philipp Meyer brachte sein Team in der 26. Spielminute per Rückraumwurf auf 11:10 heran. Bis zur Pause musste man noch zwei Gegentreffer hinnehmen und ging somit mit einem 13:10 in die Kabinen.

Überragende Teamleistung in der zweiten Hälfte

Den Start in die zweite Hälfte nutzen die Hausherren direkt aus, um die Führung in Überzahl auf 15:10 auszubauen. Wer jetzt einen Einbruch der Gäste voraussagte lag gehörig daneben. Denn es schlug die Stunde von Lukas Böhm. Die Nummer 10 der Wölfe agierte sehr zielstrebig in der Offensive und erzielte gleich drei Treffer in Serie. Erneut war es dann Philipp Meyer, der den erneuten Anschlusstreffer beim 15:14 erzielen konnte. Doch erneut schafften es die Baden-Württemberger sich mit einem Zwischenspurt abzusetzen. Topscorer Christian Schäfer erhöhte mit einem seiner neun Treffer auf 18:14 in der 39. Spielminute.

Erneut war es eine sehr kritische Phase für die Rimparer, aber die Mannschaft fightete geschlossen in der Abwehr und erkämpfte sich Ball um Ball. Der Angriff der SG BBM Bietigheim konnte immer häufiger gestoppt werden und im Angriff wurde auf die taktische Variante mit dem siebten Feldspieler umgestellt. Nun fand man mit Steffen Kaufmann immer bessere Lösungen und erarbeitete sich Chance um Chance. Der unbändige Einsatzwille wurde belohnt und mit einem 0:3 Lauf kam man zwölf Minuten vor dem Ende wieder auf 22:21 heran.

Die Begegnung war nun wieder völlig offen. Bietigheim schaffte es immer wieder in Führung zu bleiben, doch die Wölfe kämpften unaufhörlich weiter. In der 59. Spielminute belohnte Dominik Schömig seine Mannschaft für den Einsatz mit dem 24:24 per Siebenmeter. Eine Minute vor Schluss war es dann Jonas Link, der den Angriff seines Teams mit einem unwiderstehlichen Rückraumkracher in den Winkel vollendete und seine Farben mit einem in Führung brachte. Eine Chance blieb den Wölfen noch. Nach einer etwas unübersichtlichen Situation wurde Dominik Schömig auf Außen freigespielt, doch die Schiedsrichter pfiffen einen technischen Fehler zurück und so kam Bietigheim in Ballbesitz. Diese Entscheidung war mehr als fraglich und brachte die Wölfe um den verdienten Lohn in dieser Begegnung. Der Endstand lautete 25:24 für die Hausherren von der SG BBM Bietigheim.

Wölfe zeigen starke kämpferische Leistung

Man kann an diesem Abend nicht viel negatives über die Leistung der Wölfe sagen. Mit dem stark dezimierten Kader brachte man einen der Topfavoriten der Liga in arge Bedrängnis. Angeführt von Lukas Böhm, der mit sechs Treffern auftrumpfen konnte, ließ man sich auch von zwischenzeitlichen vier Tore Rückstanden nicht beirren.
Erfreulich war heute ebenfalls das Debüt von Zweitmannschaftstorhüter Robert Tschuri. Der Ersatzmann von Andreas Wieser kam bei seinem ersten Einsatz für die Bundesligamannschaft der Wölfe direkt auf drei Paraden und trug damit ebenfalls seinen Teil zur absolut starken Teamleistung bei.