Rimparer Wölfe reisen zum Zweitliga-Derby nach Fürstenfeldbruck

Derby gegen den TuS Fürstenfeldbruck

AUFSTEIGER GEHT MIT RÜCKENWIND IN DIESE PARTIE

Im zweiten Anlauf soll das Derby in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TuS Fürstenfeldbruck nun doch stattfinden. Die Brucker Panther mussten aufgrund auffälliger Coronatests die ursprünglich geplante Begegnung absagen. Vier Spieler waren von den positiven Ergebnissen betroffen. Im Nachhinein stellten sich diese glücklicherweise als falsch positiv heraus, sodass die Mannschaft des TuS weiter am Spielbetrieb teilnehmen konnte. Nun wird dieses Aufeinandertreffen am Mittwoch um 20:00 Uhr nachgeholt.

Die Vorbereitungen auf diese Partie hatten die Wölfe bereits abgeschlossen. Nach der bitteren Niederlage am Mittwoch, den 21. Oktober, gegen den ASV Hamm Westfalen war man gut gerüstet, um das Duell gegen den Aufsteiger zu bestreiten. Am Morgen des Spieltags erreichte den Verein dann die Nachricht über die Spielabsage. Für die Spieler war es in der englischen Woche zunächst eine willkommene Erholungspause. Logischerweise ist aber der Ausweichtermin unter der Woche und beschert den Wölfen so eine weitere englische Woche in einem durchaus eng gestrickten Spielplan.

Der größte Unterschied zum Oktobertermin liegt in der Punkteausbeute der Gastgeber. Die Panther waren lange das einzige Team, welches auf einen Sieg warten musste. Doch mittlerweile konnten in der heimischen Wittelsbacher-Halle gleich zwei Gegner bezwungen werden. Zunächst wurde der HC Elbflorenz mit 33:30 geschlagen und gegen den TSV Bayer Dormagen konnte am vergangenen Wochenende ebenfalls mit 30:28 gewonnen werden. Somit wurde der Anschluss im Kampf um den Klassenerhalt wieder hergestellt.

Aufgrund der aktuellen Situation wird diese Begegnung natürlich ebenfalls als Geisterspiel ausgetragen. Gerade bei den so rar gesäten Derbys würde man sich eine volle Halle mit kochender Atmosphäre wünschen. Gerade die Wittelsbacher-Halle in Fürstenfeldbruck wurde in der Aufstiegssaison regelmäßig zum Tollhaus. Die 1.000 Zuschauer würden die Gastspiele bei den Panthern noch einmal schwieriger gestalten, als sie es ohnehin schon sind.

Viele knappe Niederlagen zu Beginn

In den ersten beiden Begegnungen in der zweiten Handball-Bundesliga setzte es gleich zwei herbe Niederlagen für den TuS Fürstenfeldbruck. Zu hause gegen den ThSV Eisenach kam man mit 26:36 unter die Räder und beim Ligaprimus aus Gummersbach wurde es beim 40:25 nochmals deutlicher. Doch bereits das nächste Heimspiel gegen Wilhelmshaven wurde nur knapp in der Schlussphase mit 27:30 verloren. Die Formkurve zeigte weiter nach oben und nach zwei Niederlagen mit nur einem Tor gegen Ferndorf und Dessau, konnte dann der erste Sieg gefeiert werden.

Dreh- und Angelpunkt im Spiel des TuS Fürstenfeldbruck ist, wie in der Aufstiegssaison, der Mittelmann Falk Kolodziej. Der 27-jährige sammelte bereits bei der HG Saarlouis Zweitligaerfahrung und glänzt sowohl in der Funktion des Spielgestalters, als auch in der des Torschützen. Mit seinen 44 Treffern ist er bester Werfer seiner Mannschaft und liegt auf Platz 13 der Torschützenliste. Er glänzt vor allem per Schlagwurf oder auch von der Siebenmeterlinie.

Besonders unangenehm zu bespielen ist die offensive 3:3-Formation der Panther. Drei Abwehrspieler erwarten den gegnerischen Angriff bereits jenseits der Neunmeterlinie und wollen so schnelle Ballgewinne provozieren. Gegen den HC Elbflorenz und den TSV Bayer Dormagen trug dieser immense Aufwand schon Früchte. Mit dieser enormen Intensität in der Abwehr und dem darauffolgenden Tempospiel nach vorne sind die Münchener extrem gefährlich. Auch wenn wenige es geglaubt hätten, sind die Panther mehr als konkurrenzfähig im harten Abstiegskampf der zweiten Liga.

Wölfe wollen weiter Punkten

Es war ein erlösender Sieg am vergangenen Samstag gegen den HC Elbflorenz in der s.Oliver Arena. Nachdem die Wölfe davor einige Spiele knapp verloren hatten (Wilhelmshaven & Lübeck), schaffte man es nun endlich wieder doppelt zu punkten. Mit einer starken kämpferischen Teamleistung konnte der Gegner in der Schlussphase niedergerungen werden. Über die gesamte Spielzeit gesehen war der Heimsieg auch verdient, zumal man den Spielmacher Patrick Schmidt wegen einer frühen roten Karte nahezu über das gesamte Spiel hinweg ersetzen musste.

In Teil zwei des Hammermonats Dezember wird erneut eine extrem konzentrierte Leistung benötigt, um gegen den TuS Fürstenfeldbruck zu bestehen. Die Ergebnisse der Panther zeigen, dass sie mehr als ein unbequemer Gegner sein können. Das zweite Derby nach dem Sieg gegen den TV Großwallstadt wollen die Wölfe auch für sich entscheiden. Keinesfalls wird man die Panther auf die leichte Schulter nehmen, denn das könnte ein böses Erwachen zur Folge haben.