Rimparer Wölfe spielen am Feiertag gegen Nettelstedt-Lübbecke

DUELL DER TABELLENNACHBARN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Es ist der Rückrundenauftakt in der 2. Handball-Bundesliga-Saison 2019/20. Das Rückspiel der Rimparer Wölfe gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke findet noch im aktuellen Kalenderjahr statt, nämlich am Donnerstag, den 26.12.2019. Zum Saisonstart trennten sich beide Mannschaften mit einem 23:23 Unentschieden. Damals konnten die Wölfe deutlich besser mit dem Punkt leben, den man trotz einem Rückstand kurz vor Schluss noch zu erringen vermochte. Aufgrund des gesamten Spielverlaufs, den die Mannschaft von Ceven Klatt lange dominierte, war die Punkteteilung für beide Seiten gerecht. Von den letzten fünf Duellen dieser Teams konnten die Wölfe zwei für sich entscheiden, zwei Partien endeten Unentschieden und lediglich einmal konnte der TuS Nettelstedt-Lübbecke die Zähler mitnehmen. Zum Ende dieses Jahres wollen natürlich beide Teams nochmals doppelt punkten und sich mit einem guten Gefühl in die verdiente Winterpause verabschieden.

Durchwachsene Saison bisher

Mit großen Ambitionen war man in das zweite Jahr nach dem Abstieg aus der Beletage des deutschen Handballs gestartet. Der Kader wurde nur punktuell verändert beziehungsweise verstärkt. Trainer Emir Kurtagic führt seit dieser Saison Regie an der Seitenlinie des Vereins aus Nordrhein-Westfalen. Der erfahrene Übungsleiter soll Struktur in die Mannschaft bringen und eine Einheit formen, die wieder um die Aufstiegsplätze kämpfen kann. Die Ansprüche sind rund um die heimische Merkur Arena weiterhin sehr hoch. Die Fans und das Umfeld träumen von Bundesligahandball wie in den früheren Zeiten. Aktuell scheint es jedoch so, dass die Konstanz etwas fehlt, um ganz oben anzugreifen. Die Abgänge von Joel Birlehm zum SC DHfK Leipzig, Dener Jaanimaa zu Motor Zaporozhye und Kenji Hövels, der Trainer bei den Füchsen Berlin ll wurde, konnten gut kompensiert werden. Der neue Mittelmann Roman Becvar ist mittlerweile voll in das Konzept von Kurtagic integriert. Gerade zu Beginn seiner Zeit beim TuS glänzte er als Anspieler, sowie mit seinem eigenen Torabschluss. Dominik Ebner hatte am Anfang der Saison Verletzungsprobleme im Ellbogen seines linken Wurfarms. Er fehlte auch im Auftaktmatch gegen die Wölfe. mittlerweile ist er aber auch ein wichtiger Bestandteil im Spiel seines Teams.

Beim Saisonstart des TuS war mit 5:3 Punkten aus den ersten vier Begegnungen etwas mehr drin, aber das Team hatte auch keineswegs enttäuscht. In den folgenden fünf Partien setzte es dann jedoch satte vier Niederlagen. Unter Anderem ging man überraschend deutlich mit 31:24 beim TSV Bayer Dormagen baden. Außerdem entführte der TuS Ferndorf mit 21:24 ebenfalls beide Zähler aus Ostwestfalen. Lediglich gegen den TV Hüttenberg konnte man mit 25:20 einen Erfolg erzielen. Nach dieser Schwächephase schaffte es das Team von Emir Kurtagic mittlerweile sich zu stabilisieren. In den zurückliegenden sechs Partien musste man sich nur einmal gegen den ASV Hamm-Westfalen geschlagen geben.

Auch wenn die Unentschieden zum Auftakt dieser Serie gegen Konstanz und Dresden eher ernüchternd waren, gab es mit Auswärtssiegen in Essen und Eisenach auch richtige Highlights. Diese beiden doppelten Punktgewinne bei den heimstarken Ligakonkurrenten können auch einen Schub für das eigene Selbstvertrauen bedeuten. Außerdem zeigt es, dass in dieser Mannschaft immenses Potential schlummert, das nur darauf wartet, regelmäßiger abgerufen zu werden. Abseits des Spielfeldes sind beim TuS auch schon einige Weichen für die Zukunft gestellt worden. Zlatko Feric, Teammanager des TuS N-Lübbecke, wird zum Ende des Jahres aus dem aktiven Bereich des Profi-Handballs ausscheiden. Nach 27 Jahren in verschiedensten Positionen endet eine Ära die seinesgleichen sucht. Geschäftsführer Torsten Appel und Rolf Hermann werden die Aufgaben des ausscheidenden Feric übernehmen. Es gilt abzuwarten, ob die angestrebte Bundesligarückkehr in den kommenden Jahren realisiert werden kann.

Wölfe wollen perfekten Jahresabschluss

Im vergangenen Dezember gab es im letzten Spiel des Jahres einen umkämpften Heimerfolg über den TuSEM Essen. Im damaligen Hinspiel war man noch unter die Räder gekommen, aber konnte zum Rückrundenauftakt 2018/19 Revanche nehmen. Ähnliches soll natürlich auch zwölf Monate später an selber Stelle gelingen. Beim Saisonstart lagen die Wölfe von Beginn an in Führung, aber konnten diese nicht über die Zeit bringen. Letztlich kam es dann zur bereits beschriebenen gerechten Punkteteilung. Trotzdem wollen die Wölfe in der heimischen s.Oliver Arena alles in die Waagschale werfen, was vor der Winterpause noch zur Verfügung steht. Bereits im vergangenen Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke konnte man den Gegner nur durch großen Kampf in die Knie zwingen. Dieser Sieg war damals, nach durchwachsenem Auftakt, der Startschuss zum Angriff auf das Tabellenmittelfeld.

Personell hat sich die Lage zum Jahresende hin zunehmend entspannt. Alle Verletzten sind wieder mit an Bord.