Rimparer Wölfe treten in der 2. Handball-Bundesliga beim VfL Lübeck-Schwartau an

Schweres Auswärtsspiel beim VfL Lübeck-Schwartau

ERSTER NORDTRIP NACH LÜBECK ZUM TABELLENNACHBARN

An diesem Freitag steht für die Wölfe eine weite Auswärtsfahrt auf dem Programm. Es geht zum VfL Lübeck-Schwartau, die mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen aufwarten können. Spiele dieser beiden Teams werden aufgrund der jüngeren Vergangenheit immer etwas besonderes sein. Auch ohne Zuschauer wird es in der Hansehalle heiß hergehen, sobald die Partie um 19:30 Uhr angepfiffen werden wird.

Seit der Saison 17/18 konnten die Wölfe gegen den VfL Lübeck-Schwartau nicht mehr gewinnen. Damals setzte man sich knapp mit 24:23 in der heimischen s.Oliver Arena durch. In der Folge war man zwei mal unterlegen, ehe man in der vergangenen Saison ein Unentschieden erringen konnte. Beim damaligen 18:18-Endergebnis sah man schon, dass die Stärken beider Mannschaften vor allem in der Defensive liegen.

Zum jetzigen Zeitpunkt steht Rimpar in der Tabelle auf Platz fünf und somit einen Platz vor den Norddeutschen. Doch beide Mannschaften trennen lediglich zwei Tore in der Tordifferenz. Der VfL hat vor allem durch den deutlichen Heimsieg gegen den ThSV Eisenach sein Torkonto auf plus elf stellen können. Bei den Wölfen liegt es vor allem an einer deutlich verbesserten Konsequenz im nach Hause bringen von hohen Führungen. Dieses Duell wird zeigen welches Team sich noch weiter nach oben orientieren kann und welches Team erstmal mehr in das Tabellenmittelfeld rutschen wird.

Aufgrund der Coronapandemie wird auch dieses Spiel ohne Zuschauer stattfinden. In der Hansehalle waren in der vergangenen Saison im Schnitt knapp 2000 Fans vor Ort. Diese Auslastung von über 90% ist sehr beachtlich. Das Zusammenspiel von Mannschaft und den Menschen auf den Tribünen war auch immer ein großer Trumpf im Spiel des VfL, wie viele Gegner bereits schmerzlich feststellen mussten.

Neuzugänge als Hoffnungsträger

In der vergangenen Saison lief es sportlich nicht rund beim VfL Lübeck Schwartau. Häufig spielte man ordentlich und trotzdem stand man am Ende der Spiele mit leeren Händen da. Vor allem Auswärts verlor man gegen vermeintlich schwächere Gegner, wo zwei Punkte eigentlich eingeplant waren. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs befand man sich auf dem zwölften Tabellenplatz und blieb damit deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Das Grundgerüst der Norddeutschen bleibt auch in diesem Jahr unverändert. Im Tor steht mit Dennis Klockmann weiterhin einer der überragenden Schlussmänner der gesamten Liga. Routinier Jan Schult und Mittelmann Markus Hansen sind tragende Säulen im Rückraum der Blau-Weißen. Dazu kommen Thees Glabisch auf Linksaußen, Kreisläufer Fynn Ranke und Abwehrspezialist Martin Waschul. Diese Spieler prägen seit Jahren das Spiel des VfL.

Bereits während der vergangenen Spielzeit wurde Niels Versteijnen von der SG Flensburg/Handewitt verpflichtet. Nun hat er seine erste komplette Vorbereitung im verein absolviert und soll für Torgefahr aus dem Rückraum sorgen. Für den zu den Wölfen gewechselten Marino Mallwitz kam Nils Conrad vom TUSEM Essen für die Torwartposition. Die Toptransfers in diesem Sommer sind durch die Bank weg alles Schweden. Aus Dänemark von TM Tönder kam Felix Kasch für Halblinks und am Kreis kam Carl Löfström vom Ligakonkurrenten aus Dormagen. Der MVP der vergangenen Saison Julius Lindskog Andersson wurde vom TuS Ferndorf verpflichtet. Alle drei sollen die Variabilität im Angriffsspiel der Norddeutschen erhöhen und bereits in den ersten Spielen konnten sie dies unter Beweis stellen. Die Kaderzusammenstellung zeigt auf jeden Fall, dass sich das Team von Trainer Piotr Przybecki nicht erneut mit einem zwölften Tabellenplatz zufrieden geben möchte.