Rimparer Wölfe verlieren deutlich in Dormagen

Wölfe müssen hoher Belastung Tribut zollen

DORMAGEN ÜBER 60 MINUTEN ZU STARK

Nach der überragenden Teamleistung zu Hause gegen den Wilhelmshavener HV und dem damit verbundenen Klassenerhalt, reisten die Wölfe am Freitag nach Dormagen. Aufgrund einiger personeller Probleme war man sich der schwere der Aufgabe bewusst, aber trotzdem wollte man alles geben, um möglichst beide Punkte mitzunehmen. Letztlich versuchte man viel und die verbliebenen Akteure gaben sich nicht auf, doch nach 60. Spielminuten siegte der TSV Bayer Dormagen verdient mit 34:24.

Die ersten Minuten zeigten sofort was beide Teams sich für dieses Spiel vorgenommen hatten. Der TSV Bayer Dormagen agierte traditionell mit viel Tempo und gutem Umschaltspiel. Die Rimparer Wölfe hielten auch am neuen Spielsystem von Trainer Rolf Brack fest und versuchten dagegen zu halten. Vom Start weg hatten die Hausherren leichte Vorteile und sie gingen auch durch Andre Meuser und Patrick Hüter mit 2:0 in Führung.

Die Gäste hielten dagegen und kamen über eine starke Siebenmeterquote zurück ins Spiel. Patrick Schmidt, mit einem seiner vier Tore vom Strich, und Dominik Schömig, auch vom Siebenmeterpunkt und von der Linksaußenposition, glichen die Partie in der achten Spielminute beim Stand von 3:3 wieder aus. Dormagen nutzte vor allem die Fehler im Spiel der Wölfe und bestrafte diese sehr konsequent.

Trotz eines kleinen Kaders schafften es die Mainfranken lange den Kontakt zu halten. Man agierte viel im 7:6 und blieb bis zum 12:10 in der 26. Spielminute auch ergebnistechnisch in Schlagdistanz. Nun häuften sich jedoch die technischen Fehler im Angriffsspiel und auch die Abwehr stand in einer ungewohnten Formation nicht so sicher wie im vergangenen Spiel. Die Wiesel gingen weiter ein hohes Tempo und zogen bis zur Pause auf 15:11 davon.

Wölfe verlieren letztlich deutlich

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste gut rein in diese Begegnung. Man schaffte es zweimal den Vorsprung zu verkürzen und so kehrte auch etwas die Sicherheit zurück. In der 34. Spielminute sah Valentin Neagu dann jedoch nach seiner dritten Zeitstrafe die rote Karte und die Wölfe hatten lediglich noch Michael Schulz als gelernten Kreisläufer und Innenblockspieler zur Verfügung. Dormagen nutzte dies aus und zog zwischenzeitlich auf 19:13 davon.

Nun musste viel experimentiert werden und in der Abwehr wurde auf eine 5:1-Formation umgestellt. Es ergab sich auch eine Situation in der die Wölfe in doppelter Überzahl agierten, aber diese konnte man leider nicht nutzen um in dieses Siel zurückzukehren. 15. Minuten vor dem Ende verkürzte Dominik Schömig nochmals auf 24:21 und es keimte etwas Hoffnung auf, doch die Blau-Weißen Hausherren hatten immer die passende Antwort parat.

Man merkte den Wölfen nun an, dass die Kräfte schwanden und somit stieg auch die Fehlerzahl wieder deutlich an. Nach den intensiven Wochen und gegen einen Gegner der stetig durchwechseln konnte, hatte man an diesem Abend einfach nichts mehr entgegenzusetzen. Dormagen generierte immer wieder Ballgewinne und nutzte diese zu schnellen Toren. Am Ende gewann das Team von Trainer Dusko Bilanovic verdient mit 34:24 und sicherte sich einen weiteren Heimerfolg.

Wölfe mit letztem Heimspiel
Nach den kräftezehrenden letzten Wochen und einer insgesamt anstrengenden Saison steht nun das letzte Heimspiel der Runde an. Gut ist, dass man zumindest eine ganze Vorbereitungswoche Zeit hat, um sich auf den nächsten Gegner einzustellen. Mit dem TuS Nettelstedt-Lübbecke kommt ein Spitzenverein der kurz vor der Rückkehr in die Handballbundesliga steht.
Personell gilt es abzuwarten in welcher Besetzung die Wölfe am kommenden Samstag antreten werden. Beim zweiten Heimspiel mit Zuschauern in Folge will man sich aber wieder gut präsentieren und die Heimsaison möglichst mit einem Sieg abschließen. Ein Sieg gegen ein Top-Team in der heimischen s.Oliver Arena wäre für diese durchwachsene Saison ein echtes Highlight, bevor es dann noch zum Auswärtsspiel nach Konstanz geht.