Rimparer Wölfe verlieren nach großem Kampf in Hamm

KLEINIGKEITEN GEBEN AM ENDE DEN AUSSCHLAG FÜR DEN ASV HAMM-WESTFALEN

In der Westpress-Arena in Hamm kam es zu einem Mittelfeldduell zwischen den Rimparer Wölfen und dem ASV Hamm-Westfalen. Nach einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise rutschte die Spitzenmannschaft aus Westfalen in der Tabelle erheblich ab und verpasst den anvisierten Kampf um den Aufstieg. Die Wölfe konnten die Begegnung lange offen gestalten und waren ganz nah dran am Punktgewinn. Am Ende stand man nach einer knappen 28:26-Niederlage ohne Punkte da.

Es war eine Partie, in der jede Mannschaft ihre dominanten Phasen hatte und beide Teams kleine Serien für sich verbuchen konnten. In den ersten Minuten war es der ASV, der zweimal Kreisläufer Jan Brosch freispielen konnte und somit 2:0 in Führung ging. Die Gäste antworteten per Tempogegenstoß über Philipp Meyer, der in der sechsten Spielminute den ersten Treffer seiner Mannschaft erzielen konnte. Kurze Zeit später legte Kapitän Patrick Schmidt nach und konnte die Partie beim Stand von 2:2 ausgleichen.

Über den erfahrenen Mittelmann Merten Krings legten die Hausherren einen Zwischenspurt hin und konnten einen 5:1-Lauf aus ihrer Sicht herbeiführen. Begünstigt von einer Zeitstrafe gegen die Wölfe und einem verworfenen Siebenmeter zogen die Hausherren erstmals deutlicher davon. Merten Krings erhöhte in der 13. Spielminute per Schlagwurf auf 7:3. Doch die Wölfe kamen postwendend zurück. Dominik SchömigBenedikt Brielmeier und zweimal Patrick Schmidt egalisierten den Lauf der Hammer und glichen mit einem 0:4-Lauf zum 7:7 nach 17 Minuten aus.

Doch auch die Westfalen fanden eine passende Antwort auf den Aufschwung der Gäste. Erneut war es ein 4:0-Lauf der Roten, der ihnen wieder eine deutliche Führung einbrachte. Schlussmann Felix Storbeck zeigte in dieser Phase drei Paraden und war somit maßgeblich am Lauf seines Teams beteiligt. Jan Pretzewofsky erzielte in der 24. Spielminute das 11:7. Diesmal blieb die direkte Antwort der Wölfe aus und so ging es für die Mainfranken mit einem 13:9-Rückstand in die Kabinen.

Wölfe zeigen Nehmerqualitäten im zweiten Durchgang

Ceven Klatt schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Die ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten klar den Gästen. Nun kam man immer besser in das vor der Partie anvisierte Tempospiel und konnte einige leichte Treffer erzielen. Angefangen von Lukas Siegler und abgeschlossen von Dominik Schömig kamen die Wölfe mit einem 4:1-Lauf zurück in die Begegnung. In der 35. Spielminute war beim Stand von 14:13 wieder alles offen.

In der Folge ging es ständig hin und her. Der ASV Hamm-Westfalen konnte immer vorlegen und die Wölfe zogen mit der passenden Antwort nach. David Kovacic erzielte mit einem seiner fünf Treffer das 17:16 in der 41. Spielminute und als dann Steffen Kaufmann in der 46. Spielminute sogar zum 19:19 ausgleichen konnte, war die Begegnung wieder völlig offen. Doch die Hausherren spielten unbeirrt ihren Stiefel runter und schafften es immer wieder mit zwei Toren in Führung zu gehen.

Doch auch davon ließen sich die Wölfe nicht beeindrucken: Im Angriff wurde immer sehr geduldig bis zur eigenen Chance gespielt und die Ballgewinne in der eigenen Abwehr wurden für ein schnelles Umschaltspiel genutzt. Zweimal war es Philipp Meyer, der die Begegnung wieder ausgleichen konnte. Über das 24:24 und das 25:25 ging es in eine unglaublich spannende Schlussphase. Nach zwei Treffern des ASV konnte Steffen Kaufmann eine Minute vor dem Ende nochmal auf 27:26 verkürzen und so lebte zumindest die Hoffnung auf einen Punkt. Doch kurz vor der Sirene machte Marian Orlowski alles klar und so mussten sich die Wölfe nach großem Kampf unglücklich mit 28:26 geschlagen geben

Wölfe freuen sich auf das Derby
Die Wölfe lieferten dem Favoriten aus Hamm einen starken Fight und zeigten ein gutes Auswärtsspiel. Auf diese Leistung kann man in den nächsten Wochen definitiv aufbauen. Denn es geht direkt am Donnerstag schon weiter mit demBayern-Derby gegen die Panther aus Fürstenfeldbruck.
Positiv zu bemerken ist noch, dass Yonatan Dayan und Lukas Böhm nach längerer Verletzungspause ihre Comebacks geben konnten. Beide fügten sich gut ein und boten somit wieder mehr Möglichkeiten die Belastung besser zu verteilen. Sicherlich hätten sich beide gerne mit einem Sieg zurückgemeldet, aber am Ende agierte Hamm zu abgezockt und so müssen die zwei noch auf ihren ersten „Comebacksieg“ warten.
Gegen den TuS Fürstenfeldbruck steht ein sehr schweres Heimspiel an. Woche für Woche zeigen die Panther, dass sie, obwohl sie auf dem letzten Tabellenplatz stehen, jedem Gegner gefährlich werden können und erzielen immer wieder knappe Spielergebnisse. Gegen die offensive 3:3-Abwehrformation wird zielstrebiges Angriffsspiel gefragt sein.