Rimparer Wölfe verlieren Rückrundenauftakt gegen Aue

AUCH IM ZWEITEN HEIMSPIEL IN FOLGE GIBT ES KEINE PUNKTE FÜR DIE WÖLFE

Der EHV Aue gastierte zum Rückspiel in der s.Oliver Arena und entführte gleich beide Punkte aus Würzburg. Die Erzgebirgler waren wie im Hinspiel abgezockter und nutzten ihre Chancen konsequenter aus. Die Wölfe waren immer in Schlagdistanz, aber scheiterten zu häufig vor dem gegnerischen Tor, um etwas Zählbares mitzunehmen. Am Ende steht eine 16:19 Heimniederlage für die Mainfranken.

Vom Start weg entwickelte sich eine enge Begegnung, die von den beiden Defensivreihen dominiert wurde. Wie erwartet, taten sich die Offensiven schwer und bissen sich an den aggressiven Deckungsformationen häufig die Zähne aus. Die Wölfe versuchten über große Bewegungen den kompakten Mittelblock in Bewegung zu bekommen und schafften es gute Lösungen zu finden. Man legte ergebnistechnisch immer wieder vor und ging durch Patrick Schmidt in der elften Minute mit 5:4 in Führung.

Die Gäste aus Aue blieben dran und glichen die Begegnung immer wieder aus. Nach einer Viertelstunde konnten sie dann erstmals selbst in Führung gehen. Mit einem 0-3-Lauf aus Sicht der Hausherren zog der EHV angeführt von Adrian Kammlodt sogar mit zwei Toren davon. Doch nach 20 Minuten egalisierte David Kovacic mit seinem Treffer den Spielstand und stellte auf 9:9 Unentschieden.

Die Begegnung blieb weiter ausgeglichen, aber nun legte Aue immer wieder mit einem Tor vor. Sebastian Paraschiv erzielte den 11:12 Halbzeitstand in einer Begegnung, die vom Kampf beider Mannschaften geprägt war. Man merkte, dass auf beiden Seiten der Wille groß war, die beiden Punkte einzufahren. Es war klar, dass Kleinigkeiten am heutigen Tag über Sieg und Niederlage entscheiden würden.

Angriffseffektivität zu niedrig für einen Punktgewinn

Die erste Hälfte wurde dominiert von den Abwehrreihen, doch in der zweiten Halbzeit konnte dort nochmal eine Schippe draufgelegt werden. Es entwickelte sich eine denkwürdige Spielhälfte, die man in dieser Form bisher sicherlich nicht so häufig gesehen hat: Die Gäste starteten in den zweiten Durchgang mit einem 1:4-Lauf, doch dieser Lauf erstreckte sich über etwa 15 Spielminuten. Bengt Bornhorn blieb von der Siebenmeterlinie eiskalt und erhöhte in der 45. Spielminute auf 12:16.

Die Wölfe stellten um und versuchten es vorne mit dem siebten Feldspieler, um noch mehr Breite in ihr Spiel zu bekommen und sich bessere Wurfchancen zu erspielen. Benedikt Brielmeier verkürzte nochmal auf 14:16. Beim Stand von 15:17 hatten die Wölfe mehrfach die Chance, nochmal in das Spiel zurückzufinden, doch scheiterten immer wieder am glänzenden Torwart Anadin Suljakovic. Der Mann aus Bosnien-Herzogowina legte im zweiten Durchgang eine unfassbare Quote von 70% gehaltenen Bällen hin und entschärfte 14 Bälle.

Erneut war es Bengt Bornhorn, der zwei Minuten vor dem Ende den 16:19 Endstand herstellte. Die Wölfe müssen sich erneut in der heimischen s.Oliver Arena geschlagen geben. Mit der Abwehrleistung kann man durchaus zufrieden sein, da man den Gegner in der zweiten Halbzeit auch bei nur sieben Treffern halten konnte. Jedoch gaben die lediglich fünf eigenen Treffer nach der Pause den Ausschlag an diesem Abend. Der Torhüter der Gäste war irgendwann für die Wölfe nicht mehr zu überwinden und entschied somit die Partie für die Erzgebirgler.

Keine Zeit zum Durchschnaufen
An diesem Abend hat man gesehen, welchen Unterschied es machen kann, wenn man die letzten Wochen positiv gestalten konnte. In der umkämpften Phase blieb Aue, das sich mit zwei Siegen zuvor ordentlich Selbstvertrauen erarbeitet hatte, ruhig und konzentriert. Außerdem nutzten sie ihre eigenen Chancen etwas konsequenter und spielten ihren Stiefel runter. Während die Wölfe ihre Chancen liegen ließen nutzte Aue die Gunst der Stunde und fuhr den dritten Sieg in Serie ein.
Bereits am Dienstag steht das Nachholspiel gegen den TSV Bayer Dormagen an. Aufgrund des Wintereinbruchs konnten die Gäste aus Nordrhein-Westfalen nicht anreisen. Während die Wölfe sich nach den letzten Begegnungen nach unten orientieren müssen, stehen die Blau-Weißen im vorderen Drittel der Tabelle und haben noch Kontakt in Richtung Spitzengruppe.