Rimparer Wölfe vor schwerem Auswärtsspiel gegen Bietigheim

Erstes Auswärtsspiel nach der Quarantäne: SCHWERE AUFGABE GEGEN BIETIGHEIM

Nachdem die Rimparer Wölfe den Pflichtspielauftakt nach der Quarantäne zu Hause gegen den ThSV Eisenach positiv gestalten konnten, wollen sie nun direkt nachlegen. Vier Tage nach dem umkämpften Heimsieg machen sich die Wölfe in der 2. Handball-Bundesliga auf nach Bietigheim und spielen dort um die nächsten beiden Punkte (Mittwoch, 19:30 Uhr). Der Kader der SG BBM Bietigheim strotzt vor individueller Qualität und wird extrem schwierig zu bespielen. 

Im März sollte diese Begegnung der Auftakt in echte Hammerwochen sein für das Wolfsrudel. Man bereitete sich auf das Aufeinandertreffen mit der SG BBM Bietigheim vor und wollte dieses unbedingt gewinnen, um an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Vom Coronavirus hatte man zu der Zeit schon gehört, doch noch hatte es keinen stärkeren Einzug in den normalen Alltag erhalten. Wenige Tage vor dem Spiel kam dann die Nachricht, dass die Partie erstmal abgesagt wird, jedoch dachte zu dieser Zeit niemand an einen Saisonabbruch. Wie es dann weiter ging, ist mittlerweile allen bekannt.

Kurios ging es dann auch in dieser Saison in Bietigheim zu: Der Gegner für das Heimspiel am 21. Oktober war bereits aus Großwallstadt angereist und beide Teams standen kurz davor, ihr Erwärmungsprogramm zu starten. Extrem kurzfristig erfolgte dann eine Spielabsage, die bei allen Beteiligten für eine herbe Überraschung sorgte. Kurz vorher waren bei der SG BBM Bietigheim positive Testergebnisse im Rahmen der routinemäßigen Untersuchungen bekannt gegeben worden. In der Folge begaben sich die Männer aus Baden-Württemberg in ihre erste Quarantäne.

Das nächste Spiel konnte man am 14. November gegen den EHV Aue bestreiten. Dort setzte es aber nach zweiwöchiger Quarantäne eine 28:27 Niederlage. Neben der Niederlage gab es aber noch mehr schlechte Nachrichten für die SG. Die folgenden Partien mussten aufgrund erneuter positiver Coronatests verschoben werden und so blieb Bietigheim bei erst drei absolvierten Spieltagen, während Dessau zu diesem Zeitpunkt schon zehnmal spielen konnte. Seit Anfang Dezember ist die zweite Quarantäne nun beendet und die Männer von Hannes Jon Jonsson versuchen, so gut es geht, in den Spielrhythmus zu finden.

Straffer Spielplan im Dezember

Aufgrund der doppelten Quarantäne wurde der Spielplan bei der SG komplett auf den Kopf gestellt. Seit Anfang Dezember mussten sie bereits fünf Spiele absolvieren und wenn am 30.12 die Partie gegen Ferndorf abgepfiffen wird, werden die Bietigheimer acht Spiele in einem Monat absolviert haben. Solche Zustände kennt man normalerweise nur aus den amerikanischen Profiligen oder von Champions League-Teams im Fußball oder Handball.

Die Rückkehr Anfang Dezember ging gegen den TV Großwallstadt gehörig in die Hose. In eigener Halle kam man ordentlich unter die Räder und musste sich mit 17:28 geschlagen geben. Aufgrund von begrenzten personellen Möglichkeiten ging auch die nächste Begegnung in Emsdetten verloren. In der Folge schoss man Wilhelmshaven und Lübeck-Schwartau zu Hause aus der Halle und fand rechtzeitig zum Duell gegen den Tabellenführer aus Gummersbach wieder in die Spur. Doch der Ligaprimus war dann doch einige Nummern zu groß. Die Torhüter des VfL konnten zusammen 20 Bälle parieren und Bietigheim war beim 31:17 chancenlos.

Weiterhin hat die SG die wenigsten Spiele in der Liga absolviert und rangieren aktuell auf Tabellenplatz 16. Doch die Tabelle ist aufgrund der Verschiebungen im Spielplan nicht sehr aussagekräftig. Der Kader ist weiterhin hochkarätig besetzt, obwohl Handballweltmeister Michael Kraus seit dem Sommer nicht mehr zur Verfügung steht. Jonas Link, Dominik Claus und Neuzugang Juan de la Pena sind die gefährlichsten Rückraumakteure im Team. Am Kreis spielt Patrick Rentschler seit Jahren eine zentrale Rolle bei der SG. Die Außenbahnen besetzten Christian Schäfer auf rechts und Kapitän Jan Asmuth auf links. Hinter der sehr beweglichen Abwehr hält Aron Rafn Edvardsson alles, was zu halten ist. Gegen den Wilhelmshavener HV sorgten die Bietigheimer mit einem 10:0 Start für Aufsehen und bestätigten ihre aufsteigende Form.

Wölfe wollen Fahrt aufnehmen

Im Vergleich zu den Hausherren mussten die Wölfe eine Quarantäne weniger absolvieren und konnten im ersten Spiel danach einen Sieg erringen. Man darf sich nicht von den letzten Ergebnissen blenden lassen, denn Bietigheim wird immer konstanter. Mit dem extrem torgefährlichen Rückraum und der sehr aggressiven Abwehr gehören die Baden-Württemberger weiterhin zu den Topteams der Liga. Unabhängig von der aktuellen Tabellensituation haben die Männer von Hannes Jon Jonsson einen der stärksten Kader der 2. Handball-Bundesliga.

Die Wölfe wollen auf das positive Erlebnis am Samstag aufbauen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte man sich gegen den Konkurrenten aus Eisenach durchsetzen und sicherte sich zwei eminent wichtige Punkte. Nun will man nochmal für den Jahresendspurt in Schwung kommen. Die letzten beiden Begegnungen des Jahres haben es in sich. Nach der Begegnung gegen Bietigheim muss das Wolfsrudel noch nach Hamburg reisen.