Rimparer Wölfe zu Gast in Gummersbach

ERNEUTES DUELL MIT DEM SPITZENTEAM AUS DEM OBERBERGISCHEN

Nachdem die Begegnung gegen den Wilhelmshavener HV kurzfristig abgesagt werden musste, steht nun ein Auswärtsspiel für die Wölfe an. Mit dem VfL Gummersbach ist der Gegner noch bestens bekannt. Vor fast zwei Wochen konnte man den Aufstiegsaspiranten mit 28:24 bezwingen. Dieser wird auf eine Revanche aus sein. Spielbeginn ist am Mittwoch um 19 Uhr.

Hin- und Rückspiel innerhalb von zwei Wochen hört sich schon sehr nach Europapokal an. Was für den VfL Gummersbach aufgrund der Historie zumindest nicht komplett neu wäre, klingt für die Wölfe doch eher nach Utopie. Was nach internationalem Spielrhythmus klingt, wird nun in Folge der Coronapandemie möglich. Das Hinspiel im vergangenen Jahr musste verschoben werden und so kam es, dass die Spieltermine nur zwei Wochen auseinanderliegen.

Der VfL Gummersbach absolvierte seitdem zumindest ein weiteres Ligaspiel gegen den TuS Ferndorf. Dies war ebenfalls ein Nachholspiel, da der TuS in Quarantäne verweilen musste. Gummersbach unterlag in diesem Spiel überraschend mit 27:25. Doch ein möglicher Fehler der Hausherren, die einen Spieler einsetzten, der nicht auf dem Spielberichtsbogen notiert war, könnte dazu führen, dass die Punkte am grünen Tisch neu vergeben werden.

Für die Wölfe ist es nach der Spielabsage am vergangenen Freitag tatsächlich so, dass der letzte Gegner nun auch wieder der nächste Kontrahent sein wird. Es ist nur ein weiteres Puzzlestück einer mehr als kuriosen Saison in der zweiten Handball-Bundesliga. Aufgrund der letzten Ergebnisse ist der VfL Gummersbach auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen, während die Wölfe aktuell auf dem neunten Platz rangieren.

VfL mit Krise zur Urzeit

Der VfL Gummersbach will im zweiten Jahr, nach dem ersten Abstieg in der Vereinsgeschichte, den Wiederaufstieg endlich realisieren. Gerade der Saisonstart und die Konstanz im Spiel des Teams ließen die Träume von der Bundesligarückkehr in greifbare Nähe rücken. Doch Verletzungen und dadurch entstandene Personalprobleme ließen den Motor etwas ins Stottern geraten. Die Ergebnisse der letzten Wochen führten dazu, dass man dem TuS Nettelstedt-Lübbecke den zweiten Tabellenplatz überlassen musste.

Während man lange Zeit mit lediglich drei Minuspunkten durch die Liga marschierte, kam der VfL Gummersbach am 17. Februar aus dem Tritt. Eine knappe 28:29 Heimniederlage gegen den TV Großwallstadt durchbrach die Souveränität, die die Oberbergischen zuvor darstellen konnten. In den letzten zehn Begegnungen musste man ganze fünf Niederlagen hinnehmen. So kam der TuS Nettelstedt-Lübbecke zurück in den Aufstiegskampf und als der HSV Hamburg auch einige Punkte liegen ließ, war man nicht in der Lage, diese Chance für sich selbst zu nutzen. Der Dreikampf um den Aufstieg ist etwas zehn Spieltage vor Schluss offener denn je.

Auch wenn mit Alexander Hermann der beste Torschütze und der offensive Dreh- und Angelpunkt ausfällt, hat der VfL Gummersbach einen Kader, der den Aufstieg schaffen kann. Kapitän Timm Schneider füllt die Führungsrolle im Team von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson aus und überzeugt neben seiner Defensivqualitäten auch mit seiner eigenen Torgefahr. Der österreichische Nationalspieler Janko Bozovic ist auch immer in der Lage spiele zu entscheiden. Torhüter Matthias Puhle, der im Hinspiel gegen die Wölfe noch gefehlt hatte, gehört zu den besten der Liga. Der 35-jährige will in seiner letzten Saison mit dem VfL mit Sicherheit die Rückkehr in die Bundesliga schaffen.

Wölfe wollen Spielplanchaos trotzen

Die Mainfranken wurden von der kurzfristigen Spielabsage am Freitag doch sehr überrascht. Spielvorbereitungen und der taktische Feinschliff waren abgeschlossen worden, doch müssen nochmals verschoben werden, bis ein neuer Termin für das Spiel gegen den WHV gefunden wurde. Aktuell ist die Lage in der Liga sehr angespannt und einige Mannschaften sind von Coronafällen betroffen. Die Wölfe wünschen allen Betroffenen gute Genesung und werden weiter alles dafür tun, damit im eigenen Umfeld eine Infektion vermieden werden kann. Die Gesundheit aller Beteiligten steht für alle im Mittelpunkt und diese gilt es zu schützen.

Die Wölfe gehen mit breiter Brust in das Rückspiel gegen Gummersbach. Das Hinspiel hat gezeigt, dass man auch Spitzenteams in dieser Liga schlagen kann. Aktuell liegen die Wölfe auf dem neunten Tabellenplatz. Jedoch sind bis Platz 13 alle Mannschaften punktgleich und lediglich das positive Torverhältnis lässt die Wölfe in die obere Tabellenhälfte vorrücken. Mit den letzten Ergebnissen hat sich die Mannschaft diesen Sprung verdient und in der Tabellenregion möchte man nun doch etwas länger verweilen.

Personell können die Wölfe weiterhin aus dem Vollen schöpfen. Dies ist gerade in dieser Saisonphase ein hohes Gut, da durch die coronabedingten Spielabsagen der Spielplan auch immer enger werden wird. So kann man die Belastung besser verteilen und hat so eventuell einen Vorteil gegenüber den Teams die personell etwas gebeutelt sind.