Rimparer Wölfe zuhause gegen Spitzenteam von Bayer Dormagen

Wölfe gegen TSV Bayer Dormagen

JAHRESAUFTAKT IN DER HEIMISCHEN S.OLIVER ARENA

Es steht das erste Heimspiel im Kalenderjahr 2021 an. Zu Gast ist der TSV Bayer Dormagen, der sich aktuell auf Platz vier der Tabelle wiederfindet. Zum Abschluss der ersten englischen Woche des Jahres kommt auf die Wölfe ein harter Brocken zu, denn in den ersten 13 Begegnungen zeigten die „Wiesel“, dass sie im Stande sind, ganz vorne mitzuspielen. Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr. 

Mit dem TSV Bayer Dormagen gibt es für die Wölfe eine besondere Verbindung, zumindest wenn man ein Fan von Statistiken ist. Denn zum einen datiert die höchste Niederlage der Wölfe in der 2. Bundesliga vom 24. Mai 2019 eben gegen jenen TSV. Mit 28:16 ging die Partie deutlich an die Gastgeber, die so ihrerseits den Klassenerhalt sicherten, während die Wölfe zu diesem Zeitpunkt bereits ihr Saisonziel erreicht hatten.

Zum anderen fand auch der höchste Sieg der Wölfe in der Unterhaus des deutschen Handballs gegen die „Wiesel“ statt. Am 26. Dezember 2014 konnte man in der heimischen s.Oliver Arena mit 33:16 gewinnen. Diese Begegnung vom Wolfsrudel rund um Max Brustmann und Co. ging in die Geschichtsbücher des Vereins ein. Es wird im aktuellen Aufeinandertreffen aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ein härterer Kampf um die beiden Punkte werden.

Dormagen mischt oben mit

Der Saisonstart des TSV lief nicht wirklich wie geplant. Zum Auftakt gab es eine Niederlage gegen den Aufsteiger aus Dessau, der seinerseits einen Fabelstart erwischte. Doch gleich danach holte man gegen die Topteams aus Bietigheim und Nettelstedt drei Punkte und ließ Siege gegen Hüttenberg und Konstanz folgen. Einem vermeidbaren Unentschieden gegen Großwallstadt folgte der Saisontiefpunkt, als man sich in Fürstenfeldbruck geschlagen geben musste. Doch in der Folge blieb man in fünf aus sechs Spielen ungeschlagen. Im letzten Spiel des Jahres schaffte man es, dem VfL Gummersbach einen Punkt abzutrotzen.

Personell gab es bei den Blau-Weißen namhafte Abgänge. Mit Eloy Morante Maldonado (TUSEM Essen), Karl Löfström (VfL Lübeck-Schwartau) und Heider Thomas (Borussia Mönchengladbach) verließen den Klub. Demgegenüber stehen vor allem Neuzugänge aus der dritten Liga und mit Antonio Juric ein Kreisläufer aus Linz (AUT). Vor allem Torhüter Martin Juzbasic weiß in dieser Saison mit starken Quoten zu überzeugen.

Der Verein teilte in dieser Woche mit, dass der Vertrag von Torhüterurgestein Sven Bartmann, der seit 2013 in Dormagen ist, nicht verlängert wird und man sich auf dieser Position neu aufstellen möchte. Auch der Jugendnationalspieler Julian Köster verlässt den Verein in Richtung Gummersbach. Jedoch wird dieser Wechsel mit sofortiger Wirkung vollzogen. Beide Spieler hatten in dieser Saison mit Verletzungen zu kämpfen.

Wölfe wollen alles reinhauen

Die beiden Nachholspiele konnten die Wölfe mit drei Punkten durchaus positiv gestalten. Der Auftaktsieg gegen Fürstenfeldbruck war sehr hart umkämpft und auch der Punkt gegen Ferndorf steht dem in nichts nach. In beiden Partien wurde das Wolfsrudel, das sowieso personell arg gebeutelt ist, durch eine Rote Karte für Philipp Meyer dezimiert und hatte so noch weniger Möglichkeiten auf dem Feld. Doch mit Kampfgeist und Siegeswillen haben die Spieler all das kompensiert und sich mit einer ansehnlichen Punkteausbeute belohnt. Nun geht es auch zu Hause wieder los und diesen Auftakt will man natürlich ebenso positiv gestalten.

Auch diese Begegnung wird in einer leeren s.Oliver Arena stattfinden. Mit leeren Rängen fehlt den Wölfen ein wichtiger Baustein, der ihr Spiel immer stark gemacht hat. Nun müssen die Emotionen aus der Mannschaft herauskommen und man muss auf Anfeuerungen von außen weitestgehend verzichten. Doch in dieser Zeit steht die Gesundheit aller im Vordergrund und die Situation ist in allen Hallen gleich. Es gilt das Beste draus zu machen und auf baldige Besserung zu hoffen.