s.Oliver Baskets gewinnen ohne Center in Vechta

s.Oliver Baskets gewinnen im ausverkauften RASTA Dome mit 79:66 (36:29)

Sechster Sieg in Folge für die s.Oliver Baskets: Der Spitzenreiter der ProA wurde seiner Favoritenstellung gerecht und gewann am 18. Spieltag vor allem dank einer starken Verteidigung beim heimstarken Mitabsteiger RASTA Vechta mit 79:66 (36:29). Beste Werfer vor 3.140 Zuschauern im ausverkauften RASTA Dome waren Ruben Spoden und Carlos Medlock mit jeweils 20 Punkten.

An Hiobsbotschaften sind Headcoach Doug Spradley und sein Team mittlerweile gewohnt. Dass es dieses Mal zusätzlich zu Sebastian Betz (Knöchelverletzung) ausgerechnet Kapitän Darren Fenn mit einer Muskelverhärtung im Oberschenkel erwischen würde, entschied sich erst beim Aufwärmen vor dem Spiel. „Ich war mir nicht sicher, wie wir spielen würden. Wenn zwei Starter ausfallen, darunter Darren Fenn, der ein sehr wichtiger Spieler für uns ist, dann weiß man nicht, wie die Mannschaft reagiert. Ich kann meinen Jungs nur ein großes Kompliment aussprechen. Das war eine unserer besten Verteidigungsleistungen über 40 Minuten“, sagte Spradley nach dem Spiel.

Schon in den ersten Minuten des Spiels deutete sich an, dass es für die Gastgeber nicht leicht werden würde, viele Punkte zu erzielen. 7:7 stand nach gut vier Minuten auf der Anzeigetafel, dann leitete Jeremy Dunbar mit einem Dreier den ersten Zwischenspurt des Tabellenführers ein. Innerhalb von knapp fünf Minuten setzten sich die Baskets auf 15:25 ab. Im zweiten Spielabschnitt hielten die Würzburger die Intensität in der Verteidigung hoch, verloren aber im Angriff etwas den Faden und konnten sich in einer von vielen Ballverlusten auf beiden Seiten geprägten Phase nicht weiter absetzen.

Beim Spielstand von 29:36 aus Sicht der Gastgeber wurden die Seiten gewechselt. Im dritten Viertel blieb Vechta sieben Minuten lang in Schlagdistanz (42:50, 27. Minute), dann hielten die Würzburger die Hausherren über fünf Minuten ohne Punkte und legten einen viertel-übergreifenden 9:0-Lauf hin, ehe Chase Griffin mit einem Dreier zum 45:59 die RASTA-Flaute beendete.

Einmal konnten die Schützlinge von RASTA-Coach Stephen Arigbabu im Anschluss noch in den einstelligen Bereich verkürzen (57:65, 37. Minute), dann sorgte Jason Dourisseau nach einer Spradley-Auszeit mit einem Dreier für die Vorentscheidung. Die letzten beiden Minuten gehörten Ruben Spoden, der mit einem Korbleger samt Bonusfreiwurf und zwei Dreiern sein Punktekonto auf Saisonbestleistung schraubte und dadurch auch keinen Zweifel mehr am achten Würzburger Auswärtssieg mehr auskommen ließ.

Weiter geht es für den Tabellenführer mit gleich vier interessanten Heimspielen in Folge: Gegen alle vier Gegner haben sie in der Hinrunde auswärts entweder verloren oder nur knapp gewonnen. Tickets für die Partien gegen Science City Jena (24. Januar / 19:00 Uhr), OeTTINGER Rockets Gotha (31. Januar / 19:00 Uhr), MLP Heidelberg (8. Februar / 17:00 Uhr) und Gießen 46ers (14. Februar / 19:00 Uhr) gibt es im Vorverkauf bei „baller’s plaent“ in der Karmelitenstraße und im Online-Ticketshop der s.Oliver Baskets bei CTS Eventim.

Trainerstimmen

Doug Spradley, s.Oliver Baskets:
„Ich war mir vor dem Spiel nicht sicher, wie wir heute spielen würden. Wenn zwei Starter fehlen, darunter Darren Fenn, der ein sehr wichtiger Spieler für uns ist, dann weiß man nicht, wie die Mannschaft reagiert. Ich kann meinen Jungs nur ein großes Kompliment aussprechen. Das war heute eine unserer besten Verteidigungsleistungen über 40 Minuten. Wir haben keine Ausreden gesucht, sondern konsequent das durchgesetzt, was wir wollten. Es ist nicht leicht, hier in Vechta vor dieser Heimkulisse zu spielen. Wir wollten heute unser Tempo spielen und sind sehr stolz auf unsere Leistung. Wir haben uns im dritten Viertel etwas Luft verschafft und das Spiel dann gut nach Hause gebracht. Carlos Medlock hat in der Verteidigung sehr stark gegen Derek Wright gespielt. Ein großes Lob auch an unsere Fans, die die lange Reise hierher auf sich genommen haben.“

Stephen Arigbabu, RASTA Vechta:
„Glückwunsch zum Sieg, der auch in der Höhe in Ordnung geht. Die Würzburger Verteidigung war wirklich sehr stark, was uns zu einer schlechten Leistung im Angriff gebracht hat. Es gab kaum freie Würfe für uns. Es war sehr schwer, in der Offensive einen Rhythmus zu finden, dadurch haben wir uns zu sehr in Einzelaktionen verzettelt. Im letzten Viertel hat Würzburg dann auch noch die Dreier getroffen, das hat uns sehr weh getan.“

SC RASTA Vechta – s.Oliver Baskets 66:79 (17:25, 12:11, 13:21, 24:22)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Ruben Spoden 20 Punkte/3 Dreier, Carlos Medlock 20/3, Jeremy Dunbar 15/3, Jason Dourisseau 9/1 (7 Rebounds), Jermaine Mallett 6, Samme Givens 5, Max Ugrai 3 (2 Blocks), Christian Hoffmann 1, Dominik Schneider, Ole Wendt

Top-Scorer Vechta:
Bailey 16, Franke 16/1, Wright 15/3 (10 Assists), Griffin 11.