BBL: s.Oliver Baskets sind nur noch einen Sieg von den Playoffs entfernt

Die s.Oliver Baskets besiegen die Telekom Baskets Bonn mit 83:68 (45:35) – Starker Auftritt von Brendan Lane mit 25 Punkten und 15 Rebounds

Den s.Oliver Baskets fehlt noch ein Sieg aus den letzten drei Spielen der regulären Saison, um zum zweiten Mal in ihrer Club-Geschichte das Playoff-Viertelfinale zu erreichen: Am 31. Spieltag der Beko BBL revanchierten sich die Würzburger mit einem 83:68-Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn für die Niederlage im Hinspiel. Topscorer der Partie war Center Brendan Lane, der in gut 25 Spielminuten auf 25 Punkte und 15 Rebounds kam.

Der Sieg gegen Rheinländer war der vorletzte Schritt auf dem Weg in die Playoffs: Nachdem sich die GIESSEN 46ers zuhause den WALTER Tigers Tübingen geschlagen geben mussten, fehlt den Unterfranken noch ein Sieg aus den letzten drei Partien, um für das Playoff-Viertelfinale planen zu können. Anders ausgedrückt: Gießen kann Platz acht nur noch erreichen, wenn die Mittelhessen ihre verbleibenden drei Partien gewinnen, während die s.Oliver Baskets dreimal verlieren.

Longs Dreier leiten die vorentscheidende Phase ein

Die Spieler der Gastgeber zeigten am Freitagabend auch von Beginn an, dass sie die Partie gegen die Bonner unbedingt gewinnen und den nächsten Schritt Richtung Playoffs machen wollten. In einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie dauerte es zwar ein paar Minuten, bis der Angriff der s.Oliver Baskets ins Rollen kam, dann legten sie aber richtig los: Cameron Long traf die einzigen beiden Würzburger Dreier in der ersten Halbzeit und startete damit einen 14:4-Lauf, der die Hausherren noch im ersten Viertel auf 23:12 davon ziehen ließ. Auch die spektakulären Aktionen fehlten nicht: Ein Dunking von Long und ein Tip-Dunk von Brendan Lane gehörten zu den Höhepunkten in der ersten Halbzeit.

Das zweite Viertel begann ähnlich spektakulär: Devin Searcy schloss einen Schnellangriff mit einem Dunk ab, Joshiko Saibou und noch einmal Searcy erhöhten auf 29:12 (12. Minute) – ein viertelübergreifender 14:0-Lauf der Gastgeber. Dann kam etwas Sand ins Würzburger Getriebe und die Gäste aus dem Rheinland dadurch besser in die Partie. Bis zur 16. Minute konnten sie ihren Rückstand um zehn Punkte verkürzen (33:26), bis zur Halbzeit hatten sich die s.Oliver Baskets dann aber wieder zweistellig abgesetzt – auch dank eines als unsportlich gewerteten Fouls von Tadas Klimavicius: Sebastian Betz traf beide Freiwürfe kurz vor der Pause zum 45:35.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 3.140 Zuschauern – das 70. Heimspiel der s.Oliver Baskets in der Beko BBL war wie die 69 davor ausverkauft – ein ähnliches Bild wie im zweiten Viertel: Erst zogen die Würzburger erneut auf siebzehn Punkte davon (64:47, 28. Minute), dann kamen die Bonner zurück und verkürzten bis zum Ende des 3. Viertels wieder auf 64:54. Und auch im vierten Abschnitt gelang es den s.Oliver Baskets zunächst nicht, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Erst nachdem Bonns Top-Scorer Florian Koch seinen zweiten Dreier der Partie zum 68:62 getroffen hatte (34. Minute), brachte Brendan Lane die Hausherren mit acht Punkten in Folge – darunter ein krachender Alley Oop nach Anspiel von Seth Tuttle – endgültig auf die Siegerstraße (76:64, 38. Minute).

Knapp zwei Minuten vor dem Ende machte dann Lamonte Ulmer mit einem Dreier zum 81:66 endgültig alles klar – und das, obwohl die s.Oliver Baskets von der Dreierlinie mit 21 Prozent Trefferquote (3 von 14) keinen guten Tag erwischt hatten. „Wir haben fast von der ersten bis zur letzten Minute geführt und das Spiel über weite Strecken dominiert.Ich bin zufrieden mit dem Sieg, aber es es war nur das erste Spiel an diesem Wochenende. Am Sonntag geht es in Bayreuth weiter, darauf konzentrieren wir uns ab jetzt“, sagte Baskets-Headcoach Doug Spradley nach der Partie.

Stimmen zum Spiel

Doug Spradley, Headcoach s.Oliver Baskets:
„Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass wir heute die Möglichkeit haben, einen Sieg mit zwanzig Punkten Vorsprung zu landen, wenn wir keine Durchhänger haben. Bonn hat aber immer wieder versucht, sich zurück zu kämpfen und war einmal wieder auf sechs Punkte dran. Ich bin froh, dass wir es dann mit unserer Zone immer wieder geschafft haben, Unsicherheit in das Bonner Spiel zu bringen. Phasenweise haben wir sehr gut verteidigt, hatten aber auch einige Unkonzentriertheiten. Wir haben aber im gesamten Spiel sehr gut gereboundet, haben fast von der ersten bis zur letzten Minute geführt und das Spiel über weite Strecken dominiert.“

Silvano Poropat, Headcoach Telekom Baskets Bonn:
„Das Spiel spiegelt die ganze Saison wieder. Würzburg hat wie eine Playoff-Mannschaft gespielt, wir wie eine Mannschaft aus dem Niemandsland der Tabelle. Ich gratuliere, der Sieg von Würzburg geht von der ersten bis zur letzten Minute in Ordnung. Wir ziehen es jetzt noch die drei Spiele bis zum Saisonende durch, müssen aber über längere Zeit besser spielen. Meine Mannschaft braucht zu lange um eine Reaktion zu bringen, wenn es schlecht läuft. Ich habe den Eindruck, dass sich dann Lustlosigkeit und Disziplinlosigkeit entwickeln. Aber wenn du es nicht hast, dann hast du es eben nicht. Es war ja schon das fünfte Mal, dass wir gegen ein Playoff-Team keine Chance hatten, das muss man akzeptieren.“

s.Oliver Baskets – Telekom Baskets Bonn 83:68 (23:12, 22:23, 19:19, 19:14)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Brendan Lane 25 Punkte (15 Rebounds / 2 Blocks), Cameron Long 16/2 Dreier (3 Steals), Lamonte Ulmer 13/1 (6 Rebounds), Devin Searcy 8, Seth Tuttle 6 (6 Rebounds / 4 Assists), Max Ugrai 5, Dru Joyce 4 (11 Assists), Maurice Stuckey 2, Sebastian Betz 2, Joshiko Saibou 2.

Top-Performer Telekom Bonn:
Koch 11/3, White 10/2, Mädrich 10, Lawrence 4 (10 Assists)

Key Stats:
Zwei-Punkt-Quote: Würzburg 34 von 59 (58 Prozent) / Bonn 18 von 35 (51 Prozent)
Punkte in der Zone: Würzburg 58 / Bonn 30
Rebounds: Würzburg 41 (11 Offensiv) / Bonn 31 (8 Offensiv)
Second Chance Points: Würzburg 16 / Bonn 9
Steals: Würzburg 10 / Bonn 5