s.Oliver Würzburg feiert Klassenerhalt dank Bamberger Schützenhilfe

CHEMNITZ, FRANKFURT UND VECHTA ZU GAST
s.Oliver Würzburg empfängt auf der Zielgeraden der Saison drei Gegner auf tabellarischer Augenhöhe

Mit Aufsteiger NINERS Chemnitz (Mittwoch, 20:30 Uhr), den FRAPORT SKYLINERS (Freitag, 19:00 Uhr) und Schlusslicht RASTA Vechta (Sonntag, 15:00 Uhr) kommen dabei drei Gegner auf tabellarischer Augenhöhe in die s.Oliver Arena, die eines gemeinsam haben: s.Oliver Würzburg konnte das Hinspiel jeweils für sich entscheiden. Sportlich gesehen geht es um nichts mehr, da Verfolger Gießen am Dienstag abend in Bamberg verloren hat (90:99) – damit steht der Klassenerhalt von s.Oliver Würzburg auch rechnerisch fest. 

s.Oliver Würzburg will sich mit guten Leistungen aus der schwierigen Spielzeit 2020/2021 verabschieden und gleichzeitig die schwache Heimbilanz deutlich aufbessern. Wie das geht, haben die Wucherer-Schützlinge vor zwei Wochen beim Derbysieg gegen Brose Bamberg gezeigt, und auch aus der Niederlage gegen Titelverteidiger ALBA BERLIN am Sonntag „nehmen wir ingesamt viel Positives mit und gehen mit einem guten Gefühl in unsere letzten drei Aufgaben“, so Wucherer. s.Oliver Würzburg trifft in den kommenden fünf Tagen auf die drei Teams, die – ebenso wie die Unterfranken – im Saisonverlauf durchschnittlich weniger als 80 Punkte pro Partie erzielt und ihre Erfolge häufig über Intensität und Aggressivität in der Verteidigung eingefahren haben.

AUFSTEIGER CHEMNITZ SICHERTE SICH FRÜHZEITIG DEN KLASSENERHALT

Aufsteiger NINERS Chemnitz benötigte zu Beginn der Saison etwas Eingewöhnungszeit und musste bis zum 7. Spieltag auf das erste Erfolgserlebnis gegen Gießen warten, nachdem sich s.Oliver Würzburg eine Woche zuvor mit 76:67 in der Messe Chemnitz durchgesetzt hatte.

Danach zeigten die Sachsen teilweise starke Auftritte und sicherten sich mit elf Siegen frühzeitig den Klassenerhalt – unter anderem gelangen ihnen zwei Erfolge gegen den ehemaligen ProA-Konkurrenten Hamburg Towers. Außerdem sind die NINERS neben Berlin das einzige Team der Liga, das den direkten Vergleich gegen EuroLeague-Viertelfinalist FC Bayern München gewinnen konnte.

Bei den Sachsen tragen mit Topscorer Marcus Thornton (14 Punkte pro Spiel) und seinen vier Landsleuten George King, Terrell Harris, Isiaha Mike und Joe Lawson fünf US-Amerikaner im Angriff die Hauptverantwortung für den Erfolg – sie haben im Saisonverlauf knappe zwei Drittel aller NINERS-Punkte erzielt.

Mit Lawson, Harris, King und dem jungen Deutschen Jan Niklas Wimberg fehlten bei der 70:85-Heimniederlage gegen ratiopharm ulm am Sonntag allerdings gleich vier Spieler mit Verletzungen. Von bisher fünf Pflichtspielen in der ProA und der easyCredit BBL gegen die NINERS Chemnitz hat s.Oliver Würzburg vier gewonnen – darunter das legendäre Do-or-Die-Duell um den Bundesliga-Aufstieg am 23. April 2011 in der s.Oliver Arena.

FRANKFURTER HEADCOACH AUF ABSCHIEDSTOUR

Auch für die FRAPORT SKYLINERS geht es nach erfolgtem Klassenerhalt darum, die Saison bei der Abschiedstour von Headcoach Sebastian Gleim so gut wie möglich zu beenden – der 36-Jährige übernimmt in der kommenden Spielzeit das sportliche Ruder bei den HAKRO Merlins Crailsheim. Im Saison-Endspurt sind die Würzburger Nachbarn vom Main von ähnlichen Verletzungssorgen geplagt wie s.Oliver Würzburg in den vergangenen Monaten: Neben Topscorer Matt Mobley muss Gleim am Mittwoch in Bayreuth ohne Michael Kessens, Bruno Vrcic, Len Schoormann, Konstantin Konga, Richard Freudenberg und Youngster Joshua Bonga auskommen.

Zuletzt kamen deshalb mehrere Spieler aus der Frankfurter ProB-Mannschaft in der Bundesliga zum Einsatz – darunter auch Philipp Hadenfeldt, der in den vergangenen beiden Spielzeiten im Würzburger Trikot seine ersten Schritte auf BBL-Parkett gemacht hat. Selbst wenn Matt Mobley (20 Punkte pro Partie) auch am Freitag ausfallen sollte, haben die Hessen mit Jon Axel Gudmundsson, Rasheed Moore, Quantez Robertson, Kamari Murphy und Joe Rahon aber weitere fünf Ausländer mit viel spielerischer Qualität im Aufgebot, die sich sicherlich nicht kampflos ergeben werden.

Von bisher 16 Begegnungen in der easyCredit BBL hat s.Oliver Würzburg neun gewonnen, die letzten vier davon in Serie. Das Hinspiel entschieden die Unterfranken dank eines starken vierten Viertels mit 80:72 für sich. Der letzte Erfolg der Frankfurter in der s.Oliver Arena liegt inzwischen fünf Jahre und einen Monat zurück: Am 6. April 2016 konnten sich die SKYLINERS zuletzt auf Würzburger Parkett mit 91:87 durchsetzen.

Die Partie am Freitag ist ein Nachholspiel des 28. Spieltags – die Frankfurter mussten im April in Corona-Quarantäne und haben deshalb in der Schlussphase der Saison ein Mammut-Programm mit sechs Partien innerhalb von 13 Tagen zu bestreiten.

RASTA VECHTA MUSS EINEN NEUEN ANLAUF IN DER PROA NEHMEN

Es ist nach zwei erfolgreichen Jahren mit Platz vier und Platz sechs in der Abschlusstabelle der zweite Abstieg nach 2017 für RASTA Vechta. Nach 32 Spielen kommen die Niedersachsen nur auf fünf Siege und stehen damit frühzeitig als Tabellenletzter fest.

Daran konnte auch ein später Trainerwechsel von Thomas Päch zu Derrick Allen nichts mehr ändern: Von den sechs Spielen unter seiner Leitung gelang den RASTA-Männern nur ein Sieg, allerdings auch einige starke Leistungen wie zum Beispiel am vergangenen Freitag bei einer denkbar knappen 81:82-Heimniederlage gegen ALBA BERLIN. Am Mittwoch (zuhause gegen den SYNTAINICS MBC) und am Sonntag in der s.Oliver Arena hat das Schlusslicht trotzdem noch zwei Möglichkeiten, im Kampf um den Klassenerhalt und die Abschlussplatzierungen im Tabellenkeller seinen Einfluss geltend zu machen.
Auch die Nachverpflichtung des erfahrenen US-Spielmachers Edgar Sosa, der schnell zum Topscorer des Teams avancierte, verhinderte den Gang in die ProA nicht mehr – der 33-Jährige erzielt 16,3 Punkte pro Partie und trifft 43 Prozent seiner Dreierversuche. Aufgrund der dünnen Personaldecke – zuletzt mussten bei Vechta Dennis Clifford, Jean Salumu, Tim Hasbargen und Jesse Hunt aussetzen – fehlt ihm auf der Zielgeraden der Saison im Angriff häufiger die nötige Unterstützung.ZWEITE AUDIO-LIVE-ÜBERTRAGUNG FÜR BLINDE UND SEHGESCHÄDIGTE

Die Partie des 34. easyCredit BBL-Spieltags ist das elfte Aufeinandertreffen beider Clubs in der Bundesliga und der ProA. Vier zu vier steht es nach den bisherigen acht BBL.Begegnungen, in Liga zwei hat s.Oliver Würzburg beide Duelle der Saison 2014/2015 für sich entschieden. Der letzte Heimsieg gegen den selbst ernannten „geilsten Club der Welt“ gelang den Unterfranken am 24. März 2017 – beim 86:63-Erfolg war Kresimir Loncar mit 22 Punkten der Topscorer auf Würzburger Seite.

Alle drei Heimspiele werden wie gewohnt für Abonnenten live bei magentasport.de gezeigt, die Übertragungen beginnen jeweils 15 Minuten vor dem Sprungball. Beim Saisonabschluss gegen RASTA Vechta findet zusätzlich die zweite Audio-Live-Reportage für blinde und sehgeschädigte bei BENA on Air statt – Co-Kommentator beim „Spiel der Woche“ am Sonntagnachmittag wird Julian Gopp sein.

Die erste BENA-Übertragung aus der s.Oliver Arena mit der ehemaligen Basketball-Nationalspielerin Silke Mayer fand beim Derbysieg gegen Brose Bamberg vor zwei Wochen statt – die Aufzeichnung steht bei Soundcloud zum Nachhören zur Verfügung.