s.Oliver Würzburg gegen Ulm: das nächste Vier-Punkte-Spiel in der Turnhölle

s.Oliver Würzburg empfängt am Samstag um 18:00 Uhr Tabellennachbar ratiopharm ulm – Bauermann erwartet „Kampf auf Biegen und Brechen“

Der Neunte beim Zehnten – mehr „Vier-Punkte-Spiel“ geht kaum im Kampf um die acht Playoff-Plätze der easyCredit BBL. Nach der knappen Niederlage in Bamberg will s.Oliver Würzburg am 26. Spieltag seine Heimstärke nutzen und durch einen Sieg in der Tabelle an ratiopharm ulm vorbei ziehen. „Wenn wir in die Playoffs wollen müssen wir alles dafür tun, um unsere Heimspiele zu gewinnen. Ich erwarte ein sehr emotionales Spiel und einen Kampf auf Biegen und Brechen“, sagt Headcoach Dirk Bauermann. Für das Playoff-Duell gibt es noch Rest-Tickets im Vorverkauf und an der Abendkasse, die am Samstag um 16:30 Uhr öffnet. Sprungball in der s.Oliver Arena ist um 18:00 Uhr.

„Wenn wir unsere Heimspiele und dazu noch das eine oder andere Auswärtsspiel gewinnen sind wir in einer sehr guten Position, um in die Playoffs einzuziehen“, so Bauermann: „Jedes Spiel ist ein Endspiel, und genauso werden wir es auch angehen. Eine ganz wichtige Rolle werden unsere Fans spielen, die wie ein Mann hinter uns stehen müssen. Ulm hat eine sehr talentierte und ausgeglichen besetzte Mannschaft, deren Stärken aus meiner Sicht eher in der Offensive als in der Verteidigung liegen. Sie treffen sehr gut von außen und haben mit Per Günther und Ismet Akpinar zwei gute deutsche Aufbauspieler. Wir müssen wieder sehr kompakt verteidigen und den Ball gut bewegen.“

Im Hinspiel waren es Per Günther mit 22 und Center Isaac Fotu mit 16 Zählern, die ihr Team beim knappen 72:69-Erfolg auf die Siegerstraße brachten. Der Neuseeländer Fotu ist auch Top-Scorer der Schwaben mit 12,9 Punkten pro Partie, gefolgt von Ryan Thompson (11,8 Punkte), Luke Harangody (11,0) und Da’Sean Butler (10,4). Katin Reinhardt, der als Ersatz für den nach Frankreich gewechselten Trey Lewis nachverpflichtet wurde, hat in seinen ersten beiden Partien mit 11,5 Zählern ebenfalls zweistellig gepunktet. Mit einer Dreierquote von knapp 44 Prozent reiht sich der 24-jährige bei den Ulmern nahtlos ein – gleich acht Spieler des aktuellen Schwaben-Kaders treffen 37 Prozent oder mehr ihrer Drei-Punkte-Würfe.

Trotz ihrer auch insgesamt besseren Trefferquote aus dem Spiel heraus erzielen die Ulmer im Schnitt nur knapp zwei Punkte mehr pro Partie als s.Oliver Würzburg und lassen gleichzeitig drei gegnerische Punkte mehr zu. Auch aus den übrigen Statistiken lässt sich im Vergleich der beiden Playoff-Kontrahenten kein eindeutiger Vorteil für eine Mannschaft heraus lesen. Bei der Freiwurfquote, den Rebounds, Assists, Ballgewinnen und Ballverlusten liegen die Teams nahe beieinander.

Owen Klassen gegen Ulm spielberechtigt

Die Bilanz nach bisher 14 Begegnungen – inklusive das Playoff-Halbfinale 2012 – spricht eine eindeutigere Sprache: Die Ulmer konnten zwölfmal gewinnen. In der s.Oliver Arena konnten die Gastgeber das erste Aufeinandertreffen 2011 für sich entscheiden, die letzten fünf Partien auf dem Parkett der Turnhölle gingen an ratiopharm ulm. Auch Ulms Trainer Thorsten Leibenath erwartet eine hart umkämpfte Partie: „Würzburgs Leistung in Bamberg hat mir imponiert. Sie spielen mit einer enormen Physis, die müssen wir kontern“, sagt der 42-Jährige.

Für das Top-Spiel sind (Stand Freitag, 13 Uhr) noch Restkarten für den Innenraum- und Stehplatzbereich im Vorverkauf zu haben. Die Abendkasse der s.Oliver Arena öffnet am Samstag um 16:30 Uhr, Sprungball ist um 18:00 Uhr. Die Partie wird live und in HD bei telekomsport.de mit Jörg Dierkes und Hans Finger an den Mikrofonen übertragen.

Eine positive Nachricht kam am Freitag aus der Liga-Zentrale: easyCredit-BBL Spielleiter Dirk Horstmann hat die Sperre gegen Owen Klassen nach seinem disqualifizierenden Foul beim Auswärtsspiel in Bamberg am vergangenen Samstag aufgehoben. Der 26-jährige Kanadier hat eine Geldstrafe erhalten und kann am Samstag gegen Ulm eingesetzt werden.