s.Oliver Würzburg hat Weihnachts-Heimspiel gegen starke Ludwigsburger

s.Oliver Würzburg empfängt am Samstag um 18 Uhr die MHP RIESEN – Nur Spitzenreiter FC Bayern München hat in der easyCredit BBL weniger Niederlagen auf dem Konto

Betrachtet man nur die bisher erlittenen Niederlagen, dann ist am Samstagabend um 18:00 Uhr der Tabellenzweite der easyCredit BBL in der Würzburger Turnhölle zu Gast: s.Oliver Würzburg empfängt am Tag vor Heiligabend die MHP RIESEN Ludwigsburg. Für das Weihnachts-Heimspiel am 14. BBL-Spieltag gibt es noch einige wenige Resttickets im Vorverkauf (Stand Freitag 12 Uhr). Die Partie wird am 23. Dezember ab 17:45 Uhr wie immer live und in HD auf telekomsport.de übertragen, Kommentator ist Stefan Koch.

Für Würzburgs Co-Kapitän Cliff Hammonds ist es die Begegnung mit seinem letzten Arbeitgeber – der 32-Jährige spielte in der vergangenen Saison in Ludwigsburg. Noch besser kennt allerdings Neuzugang Owen Klassen die aktuelle Version der MHP RIESEN: Der Kanadier ist mit PAOK Thessaloniki in der Basketball Champions League in dieser Saison bereits zweimal gegen Trainer John Patrick und sein Team angetreten. „Sie haben eine sehr gute Mannschaft, die den Gegner ständig unter Druck setzt und viele Offensivrebounds holt“, sagt der 26-Jährige: „Wenn man gegen Ludwigsburg erfolgreich sein will, muss man mental stark sein, dem Druck standhalten und sein eigenes Spiel durchziehen.“ Das haben in der BBL in dieser Saison bisher nur die GIESSEN 46ers (in Ludwigsburg) und Bayern München (vor zwei Wochen im Audi Dome) geschafft.

Bauermann: „Die englische Woche wird uns gut tun“

„Ludwigsburg spielt eine starke Saison. Aber was die Leistung angeht, brauchen wir uns überhaupt nicht verstecken. Auch Ludwigsburg ist nicht unbesiegbar“, sagt Headcoach Dirk Bauermann: „Wir haben am letzten Wochenende in Ulm eine hervorragende Leistung geboten, die am Ende leider wieder nicht belohnt wurde. Wenn wir da weitermachen, dann haben wir auch gegen Ludwigsburg eine gute Chance.“

Ein Blick in die Statistik: Knapp 40 Rebounds im Schnitt, davon 15 am offensiven Brett, schnappen sich die Schwaben in der easyCredit BBL – beides sind die absoluten Spitzenwerte der Liga. Dazu kommen 8,4 Ballgewinne pro Spiel – nur drei Mannschaften klauen mehr Bälle. Da verwundert es nicht, dass die RIESEN durchschnittlich fast 65-mal pro Partie auf den Korb werfen (Rang drei), öfter an der Freiwurflinie stehen als jede andere Mannschaft (24,4 Freiwürfe) und bei den erzielten Punkten (84,5 pro Spiel) nur Spitzenreiter FC Bayern München und die EWE Baskets Oldenburg besser dastehen. In einer weiteren Statistik-Abteilung ist die Patrick-Truppe ebenfalls auf Platz eins der BBL zu finden: Bei den begangenen Fouls (23,3).

Neun Siege und zwei Niederlagen bedeuten im Moment Rang drei für die Ludwigsburger – die zweitplatzierten Berliner Albatrosse haben aber drei Spiele mehr bestritten als die MHP RIESEN. Nur Spitzenreiter Bayern München hat weniger Niederlagen auf dem Konto – nämlich genau eine aus dem Heimspiel gegen s.Oliver Würzburg. Im Europapokal sieht die Ludwigsburger Bilanz – inklusive drei Qualifikationsrunden – noch besser aus: Dreizehn Siegen stehen ebenfalls nur zwei Niederlagen gegenüber – beide gegen Iberostar Teneriffa, zuletzt im Heimspiel am vergangenen Dienstag mit 62:83.

In der Offensive verteilt sich die Last bei den MHP RIESEN auf viele Schultern: Acht Spieler erzielen zwischen 7 und 11,3 Punkte pro Partie – Rückkehrer Rocky Trice, der erst ein Spiel bestreiten konnte, nicht einmal mitgezählt. Fünf Akteure holen außerdem zwischen 4 und 5,6 Rebounds im Schnitt. Wie bei s.Oliver Würzburg ist der Top-Scorer ein deutscher Nationalspieler: Center Johannes Thiemann nutzt seine knapp 18 Minuten Spielzeit sehr effektiv für 11,3 Punkte und 4,8 Rebounds. Die Bilanz fällt nach zehn Begegnungen beider Teams bisher eindeutig zu Gunsten der Gäste aus: Die MHP RIESEN haben sieben Spiele gewonnen, darunter drei der fünf Duelle in der Würzburger s.Oliver Arena.

Für s.Oliver Würzburg ist das Weihnachts-Heimspiel der Auftakt einer Woche mit drei Spielen innerhalb von sechs Tagen – kein Problem für den Würzburger Cheftrainer: „Die englische Woche wird uns gut tun, die Spieler freuen sich darauf“, so Bauermann. Am 26. Dezember tritt s.Oliver Würzburg bei Aufsteiger OeTTINGER Rockets an, am 29. Dezember kommt mit den FRAPORT SKYLINERS der nächste Playoff-Kandidat in die s.Oliver Arena.