s.Oliver Würzburg in Bremerhaven: Bauermann erwartet kämpferische Eisbären

s.Oliver Würzburg will in Bremerhaven die nächsten Punkte im Rennen um die Playoff-Plätze sammeln – Heimspiele gegen Göttingen und Erfurt folgen

Nach der knappen Heimniederlage gegen Spitzenreiter FC Bayern München steht für s.Oliver Würzburg vor der Länderspielpause Ende Februar eine Serie von drei Partien gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel auf dem Programm. Los geht es am Freitagabend im hohen Norden bei den abstiegsbedrohten Eisbären Bremerhaven. Im Rennen um die Playoff-Plätze „darf man diese Punkte nicht liegen lassen“, betont Headcoach Dirk Bauermann.

Die Eisbären haben im bishergen Saisonverlauf vier Siege aus neunzehn Partien eingefahren – derzeit trennt sie nur der gewonnene direkte Vergleich gegen die Rockets aus Erfurt von einem Abstiegsplatz. Zuletzt haben die Nordlichter der Liga zuhause gegen Science City Jena und am vergangenen Wochenende in Ludwigsburg den Kürzeren gezogen. Für die sehr deutliche 69:92-Niederlage mit 24 Ballverlusten bei den MHP RIESEN wollen sich die Eisbären beim Heimspiel gegen s.Oliver Würzburg rehabilitieren. Nicht nur aus diesem Grund erwartet Dirk Bauermann eine schwierige Aufgabe: „Bremerhaven muss nicht nur gegen uns, sondern in jedem Spiel um Punkte für den Klassenerhalt kämpfen. Im Hinspiel lagen wir zur Halbzeit in Rückstand, und sie haben auch nicht umsonst vor drei Wochen in Bonn gewonnen.“

Im Hinspiel vor knapp vier Monaten taten sich die Unterfranken in der ersten Halbzeit schwer, ließen dann aber nach dem Seitenwechsel nur noch 27 Eisbären-Punkte zu und gewannen mit 74:64 (30:37). Bei den Gästen von der Nordseeküste zeigten damals vor allem David Brembly und Johnny Berhanemeskel eine gute Partie. Neben Spielmacher Jordan Hulls (13,5 Punkte pro Spiel / 54,5 Prozent Dreierquote) ist Shooting Guard Berhanemeskel (13,1 Punkte / 42,1 Prozent) auch der einzige Spieler im Kader von Trainer Arne Woltmann, der regelmäßig im zweistelligen Bereich punktet.

Eisbären durch aggressive Defensive zu Fehlern zwingen

Im liga-weiten Teamvergleich liegen die Gastgeber bei den Ballverlusten (15,5 pro Spiel) und bei den Ballgewinnen auf dem vorletzten und bei den Korbvorlagen (14,7) sogar auf dem letzten Platz. Dirk Bauermanns Rezept für die Partie in der Stadthalle Bremerhaven: „Die Eisbären haben Probleme, auf den Ball aufzupassen. Wir brauchen einen guten Start, müssen das Spiel kontrollieren und Bremerhaven über eine aggressive Verteidigung zu Fehlern zwingen.“

Der dritte Auswärtserfolg in Serie wäre gleichzeitig der elfte Saisonsieg am 20. Spieltag – so viele wie in der vergangenen Spielzeit insgesamt. Derzeit liegen die Unterfranken nur einen Sieg hinter den Playoff-Plätzen und vier Punkte hinter den Rängen fünf und sechs: „Wenn man sich die Tabelle anschaut ist klar, dass wir das Ding gewinnen müssen. Das Rennen um die Playoffs wird bis zum Schluss so eng sein, dass man diese Punkte einfach nicht liegen lassen darf“, betont Dirk Bauermann, der die rund 500 Kilometer lange Fahrt nach Bremerhaven mit dem Team bereits am Donnerstag angetreten hat.

Sprungball in Bremerhaven ist am Freitag um 19 Uhr. Ab 18:45 Uhr wird die Partie für Abonnenten (für Telekom-Kunden kostenlos) live und in HD bei telekomsport.de übertragen. Auch die folgenden beiden Heimspiele von s.Oliver Würzburg vor der Länderspielpause gegen die BG Göttingen (9. Februar) und die Rockets aus Erfurt (16. Februar) finden jeweils am Freitagabend um 19 Uhr statt. Für beide Partien sind noch Tickets aller Kategorien verfügbar.