s.Oliver Würzburg mit souveränem Auftaktsieg beim rumänischen Meister

s.Oliver Würzburg setzt sich beim rumänischen Meister CSM CSU Oradea mit 82:69 (48:37) durch – Sechs Spieler punkten zweistellig – Am Freitag sind die GIESSEN 46ers in der s.Oliver Arena zu Gast

Erfolgreiche Premiere im FIBA Europe Cup (FEC) für s.Oliver Würzburg: Am ersten Spieltag der Gruppe A setzte sich die Mannschaft von Headcoach Denis Wucherer mit 82:69 (48:37) beim rumänischen Meister CSM CSU Oradea durch. Dank einer starken ersten Halbzeit konnten sich die Unterfranken schon früh zweistellig absetzen und ließen sich den Sieg danach nicht mehr nehmen. Gleich sechs Würzburger Spieler punkteten zweistellig, allen voran Perry Ellis (14), Jordan Hulls (13) und Cameron Wells (11). Bereits am Freitag wartet das nächste schwere Spiel in der easyCredit BBL: Dann geben ab 20:30 Uhr die GIESSEN 46ers ihre Visitenkarte in der s.Oliver Arena ab.

„Wir sind froh und glücklich, endlich den ersten Saisonsieg geholt zu haben. Das ist wichtig für die Mannschaft“, sagte Wucherer nach seinem ersten Europapokalspiel als Cheftrainer. Er musste in Oradea auf den leicht angeschlagenen Brad Lösing verzichten, so dass Kapitän Kresimir Loncar als siebter Ausländer zum Einsatz kommen konnte.

Auf dem Weg zu einem unter dem Strich souverän herausgespielten Auswärtserfolg spielten die Würzburger in der Arena Antonio Alexe schon in der Anfangsphase der Partie stark auf. Zwar wurde es kein kompletter Start-Ziel-Sieg, durch einen 12:0-Lauf zwischen der 2. und der 5. Minute konnten sie aber schon frühzeitig zweistellig davon ziehen (4:14) und ließen sich ihren Vorsprung dann auch bis zum Ende nicht mehr nehmen. Dank einer deutlich besseren Trefferquote aus dem Feld und einer Verteidigung, die die Hausherren zu 17 Ballverlusten zwang, geriet der Sieg nur im dritten Spielabschnitt noch einmal kurz in Gefahr.

Kritische Phase im dritten Viertel

„Wir wussten, dass Oradea gute Spieler hat, die schwere Würfe treffen können. Das haben sie dann auch getan“, sagte Jordan Hulls. Zum ersten Mal kurz vor Ende der ersten Halbzeit: Erst erzielte Skyler Bowlin acht Punkte in Folge zur deutlichen 31:48-Führung, dann meldete sich der Ex-Tübinger Kris Richard zu Wort und brachte Oradea mit zwei Dreiern zum 37:48 noch vor dem Seitenwechsel wieder auf 37:48 heran. In den ersten sechs Minuten des dritten Abschnitts setzten die Gastgeber ihre Aufholjagd fort und lagen in der 28. Minute nur noch auf drei Zähler hinten (51:54). Der Rest des Viertels gehörte dann aber den Würzburgern, die sich durch einen 10:0-Zwischenspurt wieder deutlich absetzen konnten.

Der Schlussabschnitt begann mit zwei erfolgreichen Dreiern von Marcus Ginyard zum 57:64, viel mehr sollte dem rumänischen Meister dann bis auf die Schlussphase aber nicht mehr gelingen. Ein weiterer 15:3-Lauf brachte die endgültige Entscheidung zu Gunsten von s.Oliver Würzburg, das nach dem ersten Spieltag die Tabellenführung in der FEC-Gruppe A übernommen hat. Auf Platz zwei liegt der holländische Vizemeister ZZ Leiden, der sein Heimspiel gegen Sakarya BSB aus der Türkei mit 69:56 gewinnen konnte.

Auf s.Oliver Würzburg wartet schon am Freitag um 20:30 Uhr die nächste schwierige Aufgabe in der easyCredit BBL – dann sind die GIESSEN 46ers in der s.Oliver Arena zu Gast. Die Mannschaft wird nach einem weiteren langen Reisetag 24 Stunden vor dem Sprungball wieder in Würzburg eintreffen und den Donnerstag mit einer abendlichen Trainingseinheit beenden. Im FIBA Europe Cup geht es am Mittwoch kommender Woche zuhause gegen Sakarya weiter. Tipoff in der s.Oliver Arena ist dann um 20:00 Uhr, Tickets ab 5 Euro gibt es im Vorverkauf im Online-Ticketshop bei CTS Eventim.


CSM CSU Oradea – s.Oliver Würzburg 69:82 (14:22, 23:26, 14:16, 18:18)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Perry Ellis 14 Punkte/1 Dreier, Jordan Hulls 13/2, Cameron Wells 11, Xavier Cooks 10/1, Skyler Bowlin 10/2 (4 Assists), Gabriel Olaseni 10 (9 Rebounds), Johannes Richter 9, Florian Koch 3, Kresimir Loncar 2, Felix Hoffmann, Julian Albus.

Top-Performer Oradea:
Richard 15/3, Kariniauskas 13/1, Gonyard 12/3, Lucic 11, Valeika 7 (9 Rebounds), Pasalic 7/1.

Key Stats:
Wurfquote aus dem Feld: Würzburg 47,8 Prozent (32 von 67) – Oradea 38,7 Prozent (24 von 62)
Ballverluste: Würzburg 9 – Oradea 17
Assists: Würzburg 16 – Oradea 11

Stimmen zum Spiel
Jordan Hulls, s.Oliver Würzburg:
„Es war ein hart erkämpfter Sieg für uns. Wir wussten, dass Oradea gute Spieler hat und schwere Würfe treffen kann, und das haben sie im dritten Viertel auch getan. Damit sind sie wieder auf drei Punkte heran gekommen. Danach haben wir aber wieder die nötigen Stopps in der Verteidigung bekommen, konnten schnell nach vorne spielen und leichte Punkte erzielen. Es war ein guter Sieg für uns, darauf können wir hoffentlich aufbauen. Wir haben heute gut auf den Ball aufgepasst. Es war wichtig für uns, dass wir nur wenige Ballverluste und viele Assists hatten.“
Denis Wucherer, Headcoach s.Oliver Würzburg:
„Erst einmal sind wir froh und glücklich, dass wir endlich unseren ersten Sieg der Saison geholt haben – das ist wichtig für das Team und unser Selbstvertrauen. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert, weil wir vor allem im Angriff gut gespielt haben. Im dritten Viertel haben wir es geschafft, Oradea nicht zurück ins Spiel kommen zu lassen. Wir haben einen Weg gefunden, solide zu verteidigen und damit den Sieg nach Hause gebracht. Jeder Erfolg in fremder Halle muss hart erkämpft werden, insgesamt war es ein verdienter Sieg für uns. Eine Mannschaft mit guten Spielern wie Oradea kann zuhause immer zurückkommen. Wir sind aber konzentriert geblieben und weiter an uns geglaubt. Schon in 48 Stunden wartet jetzt das nächste schwere Heimspiel in der BBL gegen Gießen auf uns. Deswegen war es gut, dass ich heute allen Spielern Einsatzzeit und einen Anteil an diesem Sieg geben konnte.“