s.Oliver Würzburg muss sich dem MBC auch im Rückspiel geschlagen geben  

NICHT GENUG ENERGIE NACH DER PAUSE

 

s.Oliver Würzburg muss sich dem SYNTAINICS MBC auch im Rückspiel mit 73:85 (37:37) geschlagen geben  

s.Oliver Würzburg hat im Nachholspiel des 18. easyCredit BBL-Spieltags eine 73:85-Niederlage beim SYNTAINICS MBC einstecken müssen. Ohne den verletzten Spielmacher Robert Lowery lieferten die Unterfranken den Gastgebern bis zur 28. Minute eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe, dann konnten die „Wölfe“ durch einen 13:0-Lauf vorentscheidend davonziehen. „Nachdem wir mit zehn Punkten hinten waren, haben wir keinen Weg mehr gefunden, um uns zu wehren und das Level an Intensität zu bringen, das man braucht, um gegen einen motivierten MBC zu gewinnen“, sagte Headcoach Denis Wucherer. Top-Scorer der Partie war wie im Hinspiel der Pole Michal Michalak mit 27 Zählern. Auf Würzburger Seite konnten nur Florian Koch (14) und Cameron Hunt (14) zweistellig punkten.

Die nächste Hiobsbotschaft in einer von zahlreichen Verletzungen geprägten Saison kam schon einige Tage vor dem Spiel: Rob Lowery zog sich im Training am Freitag eine Verletzung am Ellenbogen zu und wird längere Zeit ausfallen. Im Nachholspiel am Dienstagabend rückte Tyson Ward für Lowery in die Startformation und versuchte auch gleich, im Würzburger Angriff die Verantwortung zu übernehmen.

In einem von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägten ersten Viertel waren es aber zunächst die Gastgeber, die sich durch zwei Dreier einen kleinen Vorsprung herauswerfen konnten (8:2, 3. Minute). Ab diesem Zeitpunkt lief es in einer an Höhepunkten armen Begegnung auch bei den Gästen im Angriff besser – Cameron Hunt traf einen Drei-Punkte-Wurf, und Murphy Holloway schloss nach einem Ballgewinn seinen Fastbreak per Dunking ab.

Dann waren wieder die Hausherren am Zug – ihre 14:8-Führung (7. Minute) konterte s.Oliver Würzburg aber mit einem schnellen 10:0-Lauf. Durch einen Dreier von Sergio Kerusch am Ende des ersten Viertels und einen Michalak-Korbleger zum Start in Abschnitt Nummer zwei wechselte die Führung erneut, danach mussten die Gäste längere Zeit einem kleinen Rückstand hinterher laufen. Vor allem Florian Koch hielt in dieser Phase offensiv dagegen und erzielte neun seiner 14 Punkte im zweiten Viertel. In der 19. Minute war es dann Cameron Hunt, der zweimal in Folge beim Zug zum Korb nicht zu stoppen war und die Unterfranken wieder in Führung brachte (34:36).

ZWEISTELLIGER RÜCKSTAND DURCH EINEN 13:0-LAUF DER GASTGEBER

Michal Michalak mit einem seiner fünf erfolgreichen Dreier und Perry Jones von der Freiwurflinie sorgten für einen ausgeglichenen Halbzeitstand von 37:37, und auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst bei einer spannenden Partie auf Augenhöhe, in der sich kein Team mit mehr als drei Punkten Differenz absetzen konnte. Das änderte sich dann aber ab der 28. Minute: Nachdem Perry Jones für Würzburg erneut ausgeglichen hatte (53:53), beendeten die beiden MBC-Topscorer Michalak und Kerusch das zweite Viertel mit elf Punkten in Serie, und Anthony Barber vollendete den viertel-übergreifenden 13:0-Lauf der „Wölfe“ in der 31. Minute mit einem Korbleger zum vorentscheidenden Zwischenergebnis von 66:53.

„Die Idee war eigentlich, dass wir nach der Pause mit mehr Energie rauskommen und schneller spielen, nachdem wir in der ersten Halbzeit den Rhythmus nicht richtig gefunden haben. Das Gegenteil war dann aber der Fall. Der MBC hat in der zweiten Halbzeit mit deutlich mehr Energie gespielt als wir“, analysierte Wucherer nach dem Spiel. Mitte des vierten Viertels ließen die Gastgeber dann einen weiteren 9:0-Lauf folgen, so dass beim Stand von 78:57 bereits in der 36. Minute die endgültige Entscheidung gefallen war. In der Schlussphase kämpfte sich s.Oliver Würzburg durch zwei Dreier von Julian Albus und Nils Haßfurther zwar noch einmal auf 80:68 heran (38. Minute), am zweistelligen Sieg des SYNTAINICS MBC änderte sich aber nichts mehr.

Die Wölfe haben dadurch nach Siegen mit s.Oliver Würzburg gleichgezogen und auch den direkten Vergleich für sich entschieden. „Jetzt muss wirklich jedem klar sein, dass es nur gegen den Abstieg geht, und dafür müssen noch mindestens drei Siege her. Das geht aber nur, wenn wir als Team zusammen agieren“, betonte Wucherer. Weiter geht es für ihn und seine Schützlinge am kommenden Montagabend um 19:00 Uhr mit dem Heim-Frankenderby gegen medi bayreuth.

STATISTIKEN UND STIMMEN ZUM SPIEL

SYNTAINICS MBC – S.OLIVER WÜRZBURG 85:73 (17:18, 20:19, 27:16, 21:20)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Florian Koch 14 Punkte/1 Dreier, Cameron Hunt 14/2, Perry Jones 9, Tyson Ward 9, Joshua Obiesie 8, Nils Haßfurther 6/2, Murphy Holloway 5, Julian Albus 3/1, Alex King 3/1, Felix Hoffmann 2, Jonas Weitzel.

Top-Performer MBC:
Michal Michalak 27/5 (7 Rebounds), Sergio Kerusch 16/4, Anthony Barber 16/1 (7 Assists), Quinton Hooker 13.

Key Stats:
Fastbreak-Punkte: 
Würzburg 16 – MBC 32
Rebounds: Würzburg 29 (6 offensiv) – MBC 44 (11 offensiv)
Dreier: Würzburg 7 von 18 (39 Prozent) – MBC 11 von 28 (39 Prozent)

Denis Wucherer, Headcoach s.Oliver Würzburg:
„Gratulation an den MBC zu einem verdienten Sieg, der vor allem dadurch zustande kam, dass sie in der zweiten Halbzeit mit deutlich mehr Energie gespielt haben als wir das getan haben. Als wir dann mal mit zehn Punkten hinten waren, haben wir keinen Weg gefunden, um uns zu wehren und das Level an Intensität zu bringen, das man braucht, um gegen einen motivierten MBC zu gewinnen. Die Idee war eigentlich, dass wir in der zweiten Halbzeit mit mehr Energie rauskommen und schneller spielen, nachdem wir in der ersten Halbzeit den Rhythmus nicht richtig gefunden haben. Das Gegenteil war dann aber der Fall. Man hat gesehen, wie wichtig Rob Lowery für uns ist, weil er das ganze Team auf ein anderes Niveau heben kann und dabei jeden mitnimmt. Seine Verletzung tut uns richtig weh, weil wir gerade wieder gute Moral und gute Stimmung hatten, und dann wieder so einen Nackenschlag bekommen. Ab heute muss wirklich jedem klar sein, dass es nur gegen den Abstieg geht, und dafür müssen noch drei Siege her. Das geht aber nur, wenn wir als Team zusammen agieren. Vor allem müssen einzelne Spieler über ihren Schatten springen und auch mal den Mund aufmachen, denn ohne Kommunikation funktioniert es auf diesem Niveau einfach nicht.“

Silvano Poropat, Headcoach SYNTAINICS MBC:
„Ich gratuliere meiner Mannschaft zu einem absolut verdienten Sieg. Ich denke, dass wir das gesamte Spiel über sehr gut verteidigt haben, insbesondere unser Lauf Ende des dritten Viertels war stark. Wir haben dann das Spiel souverän nach Hause gebracht. Die Würzburger waren durch das Fehlen von Rob Lowery geschwächt, sie haben aber in der Vergangenheit gezeigt, dass sie auch ohne mehrere Spieler gewinnen können. Wir haben es geschafft, ihnen die Energie wegzunehmen und selbst eine gute Energie zu kreieren. Es waren keine einfachen Tage und Wochen für uns, jetzt haben wir wieder einen kleinen Rhythmus gefunden. Aber wir müssen weiter hart arbeiten. Jetzt kommen unglaublich schwere Spiele.“