Saisonabschluss für die Rimparer Wölfe bei der HSG Konstanz

Saisonabschluss am Bodensee

HSG KONSTANZ STEHT MIT DEM RÜCKEN ZUR WAND

Die HSG Konstanz hatte bereits vor der Saison nur ein klares Ziel und zwar den Klassenerhalt in der zweiten Handballbundesliga. 35 Spiele später hat sich an dieser Ausrichtung nichts geändert. Man hat mit einem Sieg gegen die Rimparer Wölfe weiterhin die Chance in der Liga zu bleiben, wenn der TV Emsdetten gegen den VfL Lübeck-Schwartau zeitgleich verlieren sollte. Auf die Mainfranken wartet ein bis in die Haarspitzen motivierter Gegner und es heißt mit allen verfügbaren Kräften dagegenzuhalten. Spielbeginn ist am Samstag um 18 Uhr. 

Das Hinspiel in der s.Oliver Arena war extrem umkämpft. Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Wölfe mit drei Treffern in Front und konnten sich erstmals etwas absetzen. In dieser Phase hatte man auch die Chance sich schon vorentscheidend abzusetzen. Die HSG Konstanz fand aber zurück ins Spiel und ging mit 21:22 in Führung. Die Hausherren gingen daraufhin noch zweimal in Führung, doch Konstanz schaffte es drei Sekunden vor dem Ende sich beide Punkte zu sichern und erzielte den 24:25 Siegtreffer.

Bereits am vergangenen Dienstag hatten die Konstanzer ein echtes Do-or-Die Spiel gegen den TV Großwallstadt. Bei einer Niederlage hätte man vorzeitig Klarheit gehabt und hätte absteigen müssen. Doch mit einer starken kämpferischen Leistung erzwang man den 24:25 Auswärtserfolg und wahrte sich so die Chance mit einem Sieg am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Beim Blick auf den Konstanzer Saisonverlauf fällt eine Passage besonders ins Auge. Von Mitte bis Ende April absolvierten die Blau-Gelben drei Spiele. Alle drei Begegnungen fanden auswärts statt und zwar in Hamm, in Ferndorf und beim EHV Aue. Kurioserweise endeten alle Partien mit einem Unentschieden. Gegen Hamm lautete das Ergebnis 26:26, gegen Ferndorf 24:24 und gegen Aue 27:27. Man vermag sich kaum vorstellen wo die HSG stehen würde, wenn man diese Spiele gewonnen hätte, aber auch genauso wenig mag man daran denken, wenn man alle drei Spiele knapp verloren hätte.

Konstanz mit vielen Personalwechseln

Die prominentesten Abgänge am Bodensee sind sicherlich Mittelmann Tom Wolf und Kreisläufer Markus Dangers. Während der Denker und Lenker der HSG zum designierten Aufsteiger nach Nettelstedt wechselt, zieht es den Kreisläufer zum Bundesligaabsteiger aus Essen. Beide haben einer überragende Saison gespielt und werden große Lücken hinterlassen.

Desweiteren verlassen Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Michael Haßferter und Felix Jäger den Verein. Auch der langjähriger Spieler Fabian Schlaich, der im Hinspiel gegen die Wölfe den Siegtreffer erzielen konnte, beendet seine Laufbahn. Er wird den Konstanzern aber als Co-Trainer erhalten bleiben und so weiter im Kreis der Mannschaft bleiben.

Personell hat die HSG auch bereits zahlreich neu verpflichtet. Mit Christos Erifopoulos (Frisch Auf Göppingen), Niklas Ingenpaß (TUSEM Essen), Lukas Köder (SG Leutershausen), Leon Grabenstein (GWD Minden), Jo Knipp, Gianluca Herbel (beide Rhein-Neckar Löwen), Jannes Timm (HG Hamburg-Barmbek) und Carlos Marquis (HSG Krefeld Niederrhein) wird ein großer Umbruch vollzogen, der am liebsten in der zweiten Handballbundesliga stattfinden soll.

Wölfe wollen positiven Saisonabschluss

Das letzte Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke war ein echtes Ausrufezeichen und hat Mannschaft und Fans sehr gut getan. Nach einer durchwachsenen Saison konnte man endlich wieder zu Hause eine Spitzenmannschaft bezwingen und somit auch den perfekten Rahmen setzten, den ein solches Heimspiel am Saisonende verdient hat.

Personell sieht es weiter so aus, dass einige Spieler leichte Probleme haben, was nach so einer Mammutsaison kaum zu vermeiden ist. Bis zum Spieltag gilt es abzuwarten welche Akteure letztlich zur Verfügung stehen. Die Wölfe wollen trotzdem alles daran setzen auch auswärts einen guten Saisonabschluss hinzulegen.

Ein besonderer Dank gilt nochmal den Zuschauern, die dem letzten Heimspiel einen besonderen Rahmen gegeben haben. Nach zuvor etlichen Geisterspielen war es für alle beteiligten schön gemeinsam wieder einen weiteren Schritt Richtung Normalität zu gehen. Die Wölfe freuen sich bereits auf die neue Saison in der s.Oliver Arena, wenn hoffentlich wieder mehr Zuschauer kommen dürfen.