TG s.Oliver Würzburg gewinnt das Endspiel um den Klassenerhalt

TG s.Oliver Würzburg kämpft den BBC Coburg vor 500 Zuschauern in der Feggrube nieder – Verdienter 90:78-Heimsieg im Playdown-Frankenderby

Die Abstiegsfrage in der ProB Süd ist geklärt: Am vorletzten Spieltag der Playdown-Runde hat die TG s.Oliver Würzburg das Endspiel um den Klassenerhalt gegen den BBC Coburg mit 90:78 (43:29) gewonnen. Vor 500 Zuschauern in der voll besetzten Feggrube waren Miles Jackson-Cartwright (25 Punkte/15 Assists), Kapitän Julian Albus (18 Punkte/6 Dreier) Dejan Kovacevic (15 Punkte/10 Rebounds) und Leon Kratzer (10 Punkte/9 Rebounds) die herausragenden Akteure auf Würzburger Seite.

Rund 450 Würzburger Fans und eine etwa 50-köpfige Abordnung aus Coburg sahen eine intensive und hart umkämpfte Partie, in der die Hausherren aufgrund der besseren Trefferquote und deutlicher Überlegenheit beim Rebound am Ende das bessere Ende für sich hatten. „Ich möchte mich als erstes bei unseren Zuschauern bedanken. Es war wirklich sehr laut heute, sie haben uns sehr stark unterstützt und uns Energie gegeben. Wir haben es nicht in die Playoffs geschafft, aber das hat sich heute genau so angefühlt“, sagte TG-Coach Liam Flynn nach dem Spiel: „Coburg hat einige sehr gute Scorer, deshalb besteht immer die Gefahr, dass sie ins Spiel zurück kommen. Als es eng wurde, sind meine Jungs ruhig geblieben, haben mit Selbstvertrauen weitergespielt und sich den Sieg geholt.“

Damit meinte Flynn in erster Linie die Phase im dritten Viertel, als die Gäste aus Oberfranken ihren 14-Punkte-Rückstand zur Pause (43:29) fast ausgleichen konnten. Aber nur fast: Durch Korbleger ihrer beiden Top-Scorer Jordan Burris und Byron Sanford kamen sie in der 28. Minute auf 56:55 heran, dann beendeten die Gastgeber die Aufholjagd: Durch einen 12:1-Lauf bis zum Ende des dritten Viertels holten sie sich ihren zweistelligen Vorsprung wieder zurück (68:56). „Es war klar, dass das Spiel nur über den Kampf entschieden wird. Coburg hat nach der Pause alles in die Waagschale geworfen, da haben wir zwischenzeitlich nicht ganz so gut ausgesehen“, so TG-Kapitän Julian Albus: „Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs. Der Klassenerhalt ist das versöhnliche Ende einer schwierigen Saison. Vielen Dank an die Jungs vom Fanclub Red Passion, die uns heute unglaublich nach vorne gepusht haben.“

In den ersten beiden Minuten des vierten Viertels konnten die Gastgeber ihren Vorsprung sogar auf 16 Punkte ausbauen (75:59), danach geriet der Sieg im wichtigsten Heimspiel der Saison nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende konnten die Oberfranken den Rückstand zwar noch einmal in den einstelligen Bereich bringen (87:78), bis zur Schlusssirene gelang ihnen dann aber kein Punkt mehr. Das Fazit von Liam Flynn: „Wir hatten in dieser Saison zwei Ziele. Zum Einen wollten wir unseren jungen deutschen Spielern Einsatzzeit geben, damit sie sich entwickeln können, zum Anderen wollten wir in der ProB bleiben. Wir haben beides geschafft, deshalb ist es unter dem Strich eine Saison, mit der wir zufrieden sein können.“

Durch den Derbysieg hat die TG s.Oliver Würzburg ebenso wie der FC Bayern München vor dem letzten Spieltag vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Zum Abschluss der Saison treten die Würzburger am kommenden Samstag noch zum Duell der Bundesliga-Farmteams in München an.

TG s.Oliver Würzburg – BBC Coburg 90:78 (18:14, 25:15, 25:27, 22:22)

Für Würzburg spielten:
Miles Jackson-Cartwright 25 Punkte/2 Dreier (15 Assists), Julian Albus 18/6, Dejan Kovacevic 15/1 (10 Rebounds), Leon Kratzer 10 (9 Rebounds), Philipp Hadenfeldt 9/1, Garrett Jackson 9, Karlis Apsitis 2, Tim Leonhardt 2.