Torlose Nullnummer im Kellerduell der 3. Liga

0:0 GEGEN HAVELSE: KICKERS BELOHNEN SICH ERNEUT NICHT

Der FC Würzburger Kickers und der TSV Havelse trennten sich am 8. Spieltag in der FLYERALARM Arena 0:0 (0:0). Die Kickers münzten ihr großes Chancenplus nicht in Tore um und spielen somit nur Unentschieden gegen couragiert verteidigende Havelser. Damit warten beide Mannschaften weiter auf den ersten Saisonsieg.

Großchance direkt zu Beginn

Kickers-Cheftrainer Torsten Ziegner schickte die gleiche Mannschaft auf das Feld, die im Toto-Pokal beim SC Eltersdorf 3:0 gewann. U19-Spieler Tizian Hümmer nahm das erste Mal in einem Ligaspiel auf der Bank Platz. Ebenso wie Robert Herrmann, der nach überstandener Verletzung wieder im Kader stand.

Beide Mannschaften starteten offensiv in das Spiel, jedoch waren es die Kickers, die das erste Mal richtig gefährlich wurden. Erst versuchte sich David Kopacz nach einem schönen Steckpass von Marvin Pourié. Seinen Flachschuss parierte Havelse-Schlussmann Norman Quindt aber stark (5.). Nur wenige Sekunden später kam Pourié selbst zum Abschluss. Der Stürmer traf den Ball aber nicht richtig und die gute Chance blieb ungenutzt (6.).

Chancenplus für die Kickers

Nervosität war auf beiden Seiten spürbar. Die Kickers zeigten aber auch direkt ihren großen Willen im Spiel nach vorne. Kurze Zeit später war es wieder Pourié, der einen technisch anspruchsvollen Ball im Strafraum volley nahm, die Kugel flog über das Tor (10.). Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Pourié den ersten Treffer erzielt. Wieder kam eine Flanke von rechts halbhoch in den Sechzehner und der Stürmer probierte es direkt, wieder drüber (12.). Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor der Gäste zu.

Die Niedersachsen brauchten, um zu ihrer ersten Torchance zu kommen. Florian Riedel flankte von der rechten Seite in den Strafraum und fand Fynn-Luca Lakenmacher als Abnehmer. Der großgewachsene Stürmer prüfte Hendrik Bonmann mit einem platzierten Kopfball ins rechte Eck, der Keeper war aber auf dem Posten (28.). Jetzt waren die Kickers wieder dran. Kopacz konterte über links, ließ zwei Havelser stehen und legte flach in die Mitte. Dort kam wieder Pourié zum Schuss, Quindt klärte mit einer Glanztat auf der Linie (37.). Kurz vor der Pause wurden die Gäste nochmals gefährlich. Kianz Froese schickte Lakenmacher auf die Reise, der Stürmer scheiterte am Pfosten. Glück für die Kickers (45.). So ging es nach einer kurzweiligen ersten Halbzeit torlos in die Kabinen.

Immer wieder Marvin Pourié

Auch nach der Halbzeit war es immer wieder Pourié, der zu Chancen kam, und jedes Mal war auch Kopacz direkt beteiligt. Der Stürmer blieb aber auch weiterhin glücklos (51., 60.). Die Kickers probierten es immer wieder. Erst war es Kopacz, dessen Abschluss gehalten wurde (68.). Dann köpfte Pourié bei der folgenden Ecke über den Querbalken (68.). Das Tor schien wie vernagelt für den Kickers-Stürmer.

Die Kickers bemühten sich, kämpften um jeden Meter und kamen immer wieder zu vielversprechenden Torchancen. Nur der Ertrag wollte einfach nicht rausspringen für die Jungs vom Dalle. Die Zeit lief dem FWK davon. Der eingewechselte Moritz Heinrich probierte es aus der Distanz – ohne Erfolg (85.). Danach wurde es auf beiden Seiten nicht mehr gefährlich, es blieb beim torlosen Unentschieden.

Auswärts beim 1. FC Magdeburg

Für die Kickers geht es nächste Woche auswärts beim 1. FC Magdeburg weiter. Anpfiff ist am Samstag, 18. September, um 14:00 Uhr. Der TSV Havelse empfängt einen Tag früher am Freitag, 17. September, um 19:00 Uhr den FC Viktoria Köln.

Stimmen zum Spiel

Torsten Ziegner (Cheftrainer FC Würzburger Kickers): Havelse ist zufrieden mit dem Punkt, wir sind es natürlich nicht. Wir haben in der ersten Halbzeit gut begonnen. Die Art und Weise, wie wir da gespiel haben, war sehr gut. Wir haben viele Torchancen rausgespielt. Da fehlt dann einfach der Brustlöser, der es uns dann einfacher macht. In der zweiten Hälfte war das Spiel dann ausgeglichener. Dass Havelse im Verlauf des Spiels Räume bekommt, war uns auch klar und bewusst. Wir haben trotzdem sehr wenig zugelassen und gut verteidigt. Schlussendlich steht wieder nur ein Punkt und kein Tor. Das ist natürlich schade, weil die Chancen, das Spiel zu gewinnen, hatten wir auf jeden Fall. So sind es für uns zwei verlorene Punkte.

Rüdiger Ziehl (Cheftrainer TSV Havelse): Ich bin froh, dass wir uns für einen hohen Aufwand heute mit einem Punkt belohnt haben. Wir hatten Glück, dass wir uns nicht früh in der ersten Hälfte das 0:1 fangen. Dann haben wir uns stabilisiert. In der zweiten Halbzeit war der Start sehr gut. Keine großen Chancen, aber wir wurden über Standards immer wieder gefährlich. In den letzten zehn Minuten war es ein großes auf und ab. Im Endeffekt war es aber ein leistungsgerechtes Unentschieden, auch wenn Würzburg mehr Torchancen hatte. Wir nehmen ein gutes Gefühl mit und freuen uns über den ersten Punkt der Saison.

Aufstellung

Würzburg: Bonmann – Schneider, Dietz, Kraulich, L. Breunig (70. Herrmann) – Hoffmann (70. Hümmer), Pepic, Meisel (57. Perdedaj), Kopacz (85. Waidner) – Pourié, Sané (57. Heinrich).

Havelse: Quindt – Riedel, Arkenberg, Fölster, Tasky, Teichgräber (80. Piwernetz) – Daedlow, Froese, Düker (79. Meyer) – Lakenmacher (90. Damer), Langfeld.

Daten

Tore: Fehlanzeige.

Gelbe Karten: Lakenmacher (1.).

Schiedsrichter: Ballweg (Mannheim).

Zuschauende: 3676 (FLYERALARM Arena).