Trinkwasser im Westen des Landkreises Würzburg verunreinigt – Unbedingt abkochen – Entwarnung für Zell am Main

+++ UPDATE (05.10.):

Gute Nachrichten für das Trinkwasser in der Region. Das Landratsamt Würzburg hat heute das Abkochgebot in Retzbach, einem Ortsteil von Zellingen im Landkreis Main-Spessart aufgehoben. In den vergangenen Tagen haben die Chlorungsarbeiten der Wasserversorger zu keimfreiem Trinkwasser geführt. Die Durchführungsarbeiten im Ort Holzkirchhausen haben innerhalb des Landkreis Würzburg am längsten gedauert (bis 02.10.). Damit ist das Leitungswasser nun in allen Gemeinden im westlichen Raum Würzburgs und in Teilen Main-Spessarts aufgehoben.

+++ UPDATE (18.09):

Aufhebung des Abkochgebots für das Trinkwasser in Zell am Main

Nach mehreren Nachbeprobungen des Trinkwassers in Zell am Main wurde ein ausreichender Chlornachweis im Trinkwasser-Ortsnetz von Zell am Main festgestellt. Daher kann das Abkochgebot für Zell am Main ab sofort aufgehoben werden. Dennoch gilt zu beachten, dass das vorsorgliche Abkochgebot für die restlichen betroffenen Gemeinden im westlichen Landkreis Würzburg (Eisingen, Erlabrunn, Helmstadt mit Holzkirchhausen, Hettstadt, Höchberg, Kist, Leinach, Neubrunn mit Böttigheim, Thüngersheim, Uettingen, Waldbüttelbrunn mit Roßbrunn und Mädelhofen) weiterhin bestehen bleibt.

Das Trinkwasser aus dem Hochbehälter Zellingen wird nach wie vor gechlort. Die Chlorung ist für die Bevölkerung gesundheitlich unbedenklich.

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Der Zweckverband Fernwasserversorgung Mittelmain (FVM) hat in einem Trinkwasser-Hochbehälter in Zellingen Verunreinigungen festgestellt. Bei einer Routineuntersuchung haben sie in einer Probe eine geringe Überschreitung des Grenzwertes für Enterokokken gefunden. Diese können bei Menschen mit schwächerem Immunsystem diverse Infektionen auslösen. Als eine der Maßnahmen setzt das Gesundheitsamt Chlor ein. Dessen Geruch ist unter Umständen im Trinkwasser wahrnehmbar, jedoch für die Gesundheit unbedenklich.

Betroffen sind folgende Gemeinden in Main-Spessart und im Westen des Landkreises Würzburg: Eisingen, Erlabrunn, Helmstadt mit Holzkirchhausen, Hettstadt, Höchberg, Kist, Leinach, Neubrunn mit Böttigheim, Thüngersheim, Uettingen, Waldbüttelbrunn mit Roßbrunn und Mädelhofen und Zellingen mit Retzbach.

Der Zweckverband empfiehlt, das Trinkwasser bis auf weiteres abzukochen. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, sind die Krankheitserreger abgetötet. Dies ist in folgenden Fällen notwendig:

Trinken, Getränkezubereitung (z.B. Eiswürfel)
Zubereiten von Lebensmitteln
Waschen von Obst, Gemüse, Salat oder anderen Lebensmitteln
Medizinische Zwecke (z.B. Wundreinigung, Nasenspülen)
Zähne putzen
Geschirrabwasch von Hand
Trinkwasser für empfindliche Haustiere

Bis das Trinkwasser wieder frei von Krankheitserregern ist, können mehrere Tage dauern. Bis zum Ende der Untersuchungen und Maßnahmen ist es empfehlenswert, gerade bei Säuglingen auf abgefülltes Mineralwasser zu setzen. Die Webseite www.fwm-wue.de informiert über aktuelle Mitteilungen.