Update: Messerangriff in Würzburger Innenstadt – Fassungslosigkeit & Trauer

Am späten Freitagnachmittag geht ein Mann in der Würzburger Innenstadt auf Passanten mit einem Messer los. Ein 24-Jähriger aus Somalia ist im Kaufhaus Woolworth offenbar wahllos auf die Menschen losgegangen. Drei von ihnen hat er getötet, 15 weitere Menschen verletzt, fünf  davon schwer.

Videos von einem Mann mit Messer kursierten rasend schnell, nach der Tat, im Netz. Vor allem in den sozialen Medien. Die Videos zeigen wie Würzburger beherzt versuchen einzugreifen. Mit Stühlen und anderen Gegenständen versuchen sie ihn aufzuhalten.

Kurz darauf können Polizeistreifen den Mann stoppen. Sie schießen ihm in den Oberschenkel – es ist ein Durchschuss.

Der 24-Jährige kommt in ein Krankenhaus und kann noch am selben Abend vernommen werden.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann reist nach Würzburg, er bekundet sein Mitgefühl und spricht von einem psychisch kranken Mann. Außerdem sollen unter den Opfern viele Frauen sein. Außerdem ein Vater mit seinem kleinen Sohn. Der Angreifer habe „Allahu Akbar“ gerufen – für eine Einschätzung, ob der Mann religiös oder politisch motiviert gehandelt habe, sei es aber zu früh.

Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich ebenfalls betroffen und ordnete Trauerbeflaggung an. Der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Christian Schuchardt, zeigte ebenfalls sein Mitgefühl, wünschte den Angehörigen viel Kraft und hoffte, dass Würzburg wieder zu Frieden zurückfinden könne.

Einige Menschen zog es noch am späten Freitagabend bzw in der Nacht zum Barbarossaplatz, sie entzündeten Kerzen und zeigten ihre Trauer und Fassungslosigkeit.

Foto: News5