Wichtiges Kellerduell der Würzburger Kickers gegen den FC St.Pauli

12. Spieltag: Mit Geschlossenheit und Entschlossenheit ins Flutlicht-Heimspiel gegen den FC St.Pauli

Das letzte Heimspiel eines emotionalen Jahres steht an: Am Mittwochabend trifft der FC Würzburger Kickers in der heimischen FLYERALARM Arena am 12. Spieltag der 2. Bundesliga auf den Tabellenvorletzten FC St.Pauli (18:30 Uhr, FLYERALARM Arena). Um dem Geist von Unterbalbach – die Kickers bereiteten sich im Hotel „Edelfinger Hof“ in der Nähe Bad Mergentheims auf die Begegnung vor – und ungebrochener Entschlossenheit will die Elf von Bernhard Trares den zweiten Saisonerfolg feiern. Sky überträgt das Spiel live.

Den Schwung mitnehmen

„Wir müssen das Spiel für uns entscheiden. Für diese Mission sind wir alle gefragt, wir Trainer und in erster Linie die Mannschaft, die wieder alles in die Waagschale werfen wird“, gibt sich FWK-Cheftrainer Bernhard Trares kämpferisch. Natürlich sei die späte Niederlage in Nürnberg ein Nackenschlag gewesen und habe sehr wehgetan. Dennoch wolle seine Elf den Schwung mitnehmen. Schließlich boten die Rothosen dem fränkischen Rivalen über die gesamte Spielzeit einen leidenschaftlichen Kampf auf Augenhöhe, der aber letztlich nicht belohnt wurde.

„Natürlich haben wir in der Schlussphase einige Fehler zu viel gemacht, die uns nicht passieren sollten, die wir abstellen müssen. Daraus müssen wir lernen, um den Trend ins Positive zu wandeln. Wir brauchen Ergebnisse. Wir hatten den Gegner zwar im Griff, haben die Partie kontrolliert, aber letztlich keine Punkte mitgenommen“, bringt es der Übungsleiter auf den Punkt. Das soll und muss sich gegen den FC St. Paul ändern. Auch deshalb hat sich die Mannschaft in der nach vor der Partie ins Hotel „Edelfinger Hof“ zurückgezogen und in Oberbalbach trainiert, um nochmals den Kopf freizubekommen und die Sinne zu schärfen.

Keine Kompromisse

Gegen die Hamburger muss Trares jedoch erneut auf den rot-gesperrten Ewerton verzichten, ebenso nicht zur Verfügung steht Keanu Staude (Sprunggelenksprobleme). Hinter den Einsätzen von Lars Dietz, der schon seit längerem wegen Fußproblemen nur eingeschränkt trainieren kann, sowie Douglas und Nzuzi Toko, die in Nürnberg angeschlagen ausgewechselt werden mussten, steht ein Fragezeichen. „Es geht aber nicht darum, wer spielt. Die Jungs, die fit sind, müssen das Ding reißen und werden das auch tun. Es wird keine Kompromisse geben“, findet Trares klare Worte.

Auch sein Gegenüber Timo Schultz, der mit Trares gemeinsam beim SV Werder Bremen gespielt hat, erwartet ein sehr intensives Spiel: „Ich kann jetzt nur die letzten Spiele, die ich mir angeguckt habe, bewerten. Wir können uns auf einen heißen Tanz gefasst machen. Würzburg hat eine sehr kompakte und physisch gute Mannschaft, die aggressiv gegen den Ball arbeitet und gut umschaltet. Da müssen wir zusehen, dass wir das verhindern.“ Zwar hat sein Team auswärts bisher noch nicht gewonnen – aus sechs Spielen stehen lediglich drei Remis zu Buche, doch mit einer Leistung wie zuletzt gegen Aue glaubt der Übungsleiter fest an einen Sieg am Dallenberg.

St.Pauli mit Rückenwind

Und der wäre auch für die Kiezkicker dringend nötig. Denn die Hamburger sind mit ihren bis dato nur acht gesammelten Punkten ebenso unzufrieden. Einer davon kam am vergangenen Sonntag dazu, als die Paulianer gegen Erzgebirge Aue einen 0:2-Rückstand aufholten. „Nach dem Spiel überwog die Enttäuschung, auch wenn wir spät noch den Punkt eintüten konnten. Wir hatten uns drei Punkte vorgenommen und hatten auch genügend Chancen für drei Zähler. Wir können aber etwas Positives aus dem Spiel ziehen. Es herrscht eine Anspannung vor den letzten beiden Spielen. Es ist ein positives Knistern da“, versprüht Schultz Optimismus.

Wieder ein 1:0-Heimerfolg?

Bisher trafen beide Teams in der Vergangenheit zweimal aufeinander, nämlich in der Saison 2016/17. Die Partie in der FLYERALARM Arena entschieden die Rothosen mit 1:0 für sich, das Duell am Hamburger Millerntor gewannen die Kiezkicker ebenfalls mit 1:0.