Würzburger Hallen-Neubau: Verhandlungen für Arena-Betrieb gehen in heiße Phase

Im vergangenen Herbst hat die Arena Würzburg Projektgesellschaft den nach EU-Recht vorgeschriebenen Teilnahmewettbewerb gestartet, um einen Betreiber für die geplante Multifunktions-Arena in Würzburg zu ermitteln. Mit dem Verhandlungsverfahren geht die Vergabe für Betrieb und Teilfinanzierung der Multifunktions-Arena Würzburg nun in die entscheidende Phase. Daran anschließend fällt die Entscheidung darüber, wer den Zuschlag für den Betrieb der Arena erhält und damit auch, wer künftig das Veranstaltungsangebot in Würzburg mit Konzerten, Sportereignissen und Tagungen mitgestalten und bereichern wird.

Namhafte Bewerber

„Wir stehen in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit künftigen Betreibern der Arena“, sagt Thomas Oehler, Geschäftsführer der Projektgesellschaft. „Die Bieter haben die Möglichkeit, in dieser Projektphase Einfluss auf die Planung zu nehmen. Mehrere namhafte Kandidaten stehen in der engeren Auswahl. Sie sind bereit, sich an den Projektkosten zu beteiligen und die Arena langfristig zu betreiben.“

Stefan Rühling, Vorstandsvorsitzender der Zukunftsstiftung Würzburg, jener gemeinnützigen Stiftung, welche das Projekt gemeinsam mit der Stadt Würzburg ins Leben gerufen hat, begrüßt die Zwischenergebnisse des Verfahrens: „In den Gesprächen mit den Bewerbern hat sich gezeigt, dass Würzburg mit seinem Einzugsgebiet mit über einer Million Menschen ein sehr interessanter Standort für potentielle Betreiber der Arena ist. Und nur ein erfahrener und kompetenter Betreiber ist in der Lage, den Betrieb einer solchen Arena über lange Zeit mit einem attraktiven Veranstaltungsangebot sicherzustellen.“ Rühling weiter: „Durch die intensiven und guten Vorarbeiten konnten starke Bewerber aktiviert werden. Das ist ein weiterer entscheidender Schritt für das Arena-Projekt in unserer Stadt“.

Je nach Betreiber gibt es unterschiedliche Anforderungen und Wünsche an die Ausstattung und den Ausbau der Arena. „Der eine Bewerber legt den Fokus beispielsweise mehr auf Konzerte, während andere die Raumkonfiguration stärker auf eSports-Events ausrichten möchten. Dazu gibt es unterschiedliche Anforderungen an Gastronomie- und Haustechnik. Noch können wir auf derartige Wünsche eingehen und im Gegenzug sicherstellen, dass sich der spätere Betreiber finanziell angemessen daran beteiligt.“ so Oehler.

Einreichung Bauantrag in Kürze

Der Teilnahmewettbewerb zieht Veränderungen der Bauplanung nach sich, weshalb der Bauantrag momentan noch zurückgehalten werden muss. „Der Bauantrag wird zeitnah nach der finalen Abstimmung der planerischen Anforderungen sowohl mit den Bietern als auch mit den zuständigen Stellen der Stadt Würzburg und mit Einarbeitung der letzten Modifikationen eingereicht“, so Oehler.

Beim Teilnahmewettbewerb handelt es sich um ein offizielles Verfahren, das mit einer Vereinbarung über die Rahmenbedingungen für einen Betreibervertrag endet. Bis dahin gilt für alle Beteiligten Vertraulichkeit.