Würzburger Kickers beim VfL Bochum gegen das nächste Spitzenteam

23. SPIELTAG: MIT EINEM SIEG IN BOCHUM DIE AUFHOLJAGD FORTSETZEN

„Wir fahren nach Bochum, um dort zu gewinnen.“ Mit dieser Einstellung, die Martin Hašek am Mittwoch im Pressegespräch äußerte, reist der FC Würzburger Kickers am 23. Spieltag (Samstag, 27. Februar 2021 um 13:00 Uhr) ins VONOVIA Ruhrstadion. Nach dem sensationellen 3:2-Erfolg gegen den Hamburger SV tritt die Elf von Bernhard Trares beim Liga-Dritten mit breiter Brust an, um weiter Boden gut im Abstiegskampf zu machen.

Mit Selbstvertrauen nach Bochum

Selbstbewusst treten die Rothosen die Reise ins Ruhgebiet an. Mit dem Hamburger SV schlugen die Mainfranken am vergangenen Wochenende keinen geringeren als den aktuellen Tabellenführer verdientermaßen mit 3:2. Defensiv überzeugten die Mainfranken, offensiv nutzten sie ihre Chancen vor allem aus der Distanz konsequent. Wie Hašek hofft deshalb auch FWK-Cheftrainer Bernhard Trares auf eine erfolgreiche Auswärtsfahrt: „Wir haben nun gegen vier Teams von oben gespielt und müssten eigentlich einige Punkte mehr auf dem Konto haben. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir überall punkten können und wollen das nun auch gegen den VfL. Wir fahren mit Selbstvertrauen nach Bochum.“

Bochum mit mehreren Topspielern in seinen Reihen

Dabei erwartet der Übungsleiter eine ähnliche Partie wie gegen den Hamburger SV. Auch die Blau-Weißen haben stets rund 60 Prozent Ballbesitz und „kombinieren sehr gut“. Zudem bringt der Ruhrpott-Club große Erfahrung aufs Feld. Besonders auf Torhüter Manuel Riemann, der im Hinspiel mit einer starken Parade gegen Arne Feick in der Schlussminute den 3:3-Ausgleich verhinderte und zu den Besten seiner Zunft in der 2.Bundesliga gehört, wies Trares hin: „Er ist ein sehr guter Keeper, der das Spiel lenkt und aufbaut.“

 

Auch Offensivmann Robert Zulj (10 Treffer/9 Assists) und Abwehrchef Anthony Losilla, der im ersten Duell knapp an einem Platzverweis vorbeischrammte, gehören zu den Garanten des aktuellen Bochumer Erfolgs. Ebenso wie Angreifer Simon Zoller, der bereits elf Tore in seiner Bilanz stehen hat. Dazu kommen noch acht Vorlagen. „Sie sind sehr routiniert und haben sehr erfahrene Akteure in ihren Reihen, die nicht nur treffsicher sind, sondern auch Geschwindigkeit haben. Wir müssen wieder hochaufmerksam verteidigen“, zollt Trares Respekt.

Reis mit Respekt und guten Wünschen

Respekt haben sich aber auch seine Jungs in den vergangenen Wochen erarbeitet. „Sie haben neue Spieler dazubekommen und wirken seitdem befreiter. Ihre Qualität wurde durch die Neuen angehoben. Wir sind gewarnt. Nicht nur aufgrund des Sieges gegen den HSV. Auch gegen Kiel und Fürth sind die Würzburger sehr gut aufgetreten. Sie hatten in diesen Spielen auch Pech, Entscheidungen sind gegen sie gefallen“, mahnt VfL-Cheftrainer Thomas Reis zur Vorsicht, schickt aber auch warme Worte in seine Heimat. Reis stammt aus dem 30 Kilometer von Würzburg entfernten Wertheim. „Ich wünsche den Würzburgern, dass sie nach dem morgigen Samstag alle Spiele gewinnen. Ich kenne die Region, es ist ein Stück Heimat für mich. Es ist schön, dass dort aktuell Zweitligafußball angeboten wird. Das kann gerne so bleiben“, so der 47-Jährige.

Ob Christian Strohdiek, der gegen den Hamburger SV einen Schlag abbekommen hat und einen blauen Fuß hat, und Daniel Hägele, der leichte Adduktorenprobleme hat, mit von der Partie sein werden, entscheidet sich kurzfristig. Sicher mit dabei sein wird hingegen Martin Hašek. „Ich spiele erstmals außerhalb Tschechiens. Das war am Anfang schon schwierig. Zudem habe ich neun Monate mit keiner Mannschaft trainiert, hatte kein Team. Jetzt fühle ich mich sehr wohl und ich bin froh, dass ich hier bin“, ist der 25-Jährige mittlerweile angekommen in Mainfranken.

Hašek heiß auf den nächsten Sieg

Gegen Fortuna Düsseldorf gelang ihm seine erste Torbeteiligung mit der Vorlage zu Ridge Munsys Ausgleichstreffer, gegen den Hamburger SV netzt erstmals selbst. „Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft zuletzt helfen konnte. Das möchte ich auch in Bochum. Ich weiß, dass sie oben in der Tabelle stehen und dass sie aufsteigen wollen. Ich erwarte ein schweres Spiel. Wir werden alles raushauen, um sie zu schlagen“, schlägt der Tscheche forsche Töne an.

Das bisher einzige Aufeinandertreffen im VONOVIA Ruhrstadion entschieden die Bochumer im Februar 2017 mit 2:1 für sich. Am Dallenberg hingegen siegten die Kickers im Hinspiel der Saison 2016/17 mit 2:0, verloren aber vor wenigen Monaten Anfang November 2020 knapp mit 2:3. Am Samstag wollen die Rothosen dann wie in der Vorwoche gegen den HSV nach dem nächsten Duell mit einem Topteam der Liga jubeln.