Würzburger Kickers gegen Sandhausen und Ex-Trainer Schiele

10. Spieltag: Gelingt den Rothosen unter Trares der nächste Heimsieg?

Am 10. Spieltag empfängt der FC Würzburger Kickers am Nikolaustag um 13:30 Uhr den SV Sandhausen in der FLYERALARM Arena. Nur vier Punkte liegen die Gäste vor den Rothosen, die die Lücke auf nur noch einen Zähler verkürzen wollen. SVS-Präsident Jürgen Machmeier sprach aufgrund der Tabellenkonstellation im Vorfeld von einem wichtigen Schlüsselspiel.

Guter Dinge nach starker Trainingswoche

„Wir haben ein Heimspiel, in dem wir alle Möglichkeiten haben und den Rückstand weiter minimieren können. Mit einem Sieg würden wir den Anschluss herstellen. Wir freuen uns auf die Partie und werden wieder alles reinwerfen. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir wieder eine ähnlich gute Leistung abrufen wie gegen Hannover“, ist FWK-Cheftrainer Bernhard Trares guter Dinge für den zweiten Heimerfolg in Folge. Besonders die sehr gute Trainingswoche habe dem Übungsleiter imponiert. Die Mannschaft habe voll mitgezogen und brenne ebenfalls auf das Duell gegen die Elf vom Hardtwald.

Trares dankt den Fans für ihre Unterstützung

Dabei können die Rothosen, selbst wenn aufgrund der aktuellen Gegebenheiten keine Zuschauer im Stadion sein dürfen, auch auf die Unterstützung ihrer Fans zählen, die über Banner Botschaften an die Mannschaft richten werden. „Es ist natürlich nach wie vor sehr bitter, dass die Fans uns nicht im Stadion anfeuern können. Aber den Mut, den sie uns zusprechen, und die Plakate geben uns ein sehr gutes Gefühl“, so der gebürtige Hesse, der wie in den Vorwochen auf die Langzeitverletzten Arne Feick (Kapselverletzung), Nzuzi Toko (muskuläre Probleme), Luke Hemmerich (Adduktorenprobleme) und Keanu Staude (Sprunggelenksprobleme) verzichten muss. Darüber hinaus fehlt Niklas Hofmann (Rotsperre). Hinter den Einsätzen der Defensivspieler Ewerton und Lars Dietz steht zudem ein Fragezeichen.

Sandhausen mit sehr viel Erfahrung

„Trotz der Ausfälle werden wir eine siegeswillige und konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld schicken, die an den Sieg glaubt“, so Trares, der großen Respekt vor den Sandhäusern äußert. Aufgrund der Nähe zu seiner früheren Arbeitsstätte Mannheim und seiner Heimat kenne er die Mannschaft sehr gut. Der Verein habe sich sehr gut verstärkt, sagt der 55-Jährige. Schließlich wechselten im Sommer der ehemalige Bayern-Spieler Diego Contento, der frühere Erstliga-Profis Alexander Esswein oder Torjäger Daniel Keita-Ruel an den Hardtwald.

Angeführt wird die Mannschaft von Dennis Diekmeier, den Trares noch aus seiner Zeit als Co-Trainer beim Hamburger SV kennt. „Sandhausen hat sehr an Erfahrung gewonnen und ist ein sehr gefährlicher Gegner, der nach dem Trainerwechsel schwer einzuschätzen ist“, findet der FWK-Cheftrainer. Denn seit einer guten Woche hat Michael Schiele das Sagen bei den Nord-Baden-Württembergern, der im Vorjahr noch mit den Rothosen aufgestiegen war. „Natürlich freue ich mich, einige Gesichter in Würzburg wiederzusehen. Dennoch gilt es, alles andere, was in der Vergangenheit passiert ist, auszublenden. Dafür ist kein Platz“, sagt der neue SVS-Cheftrainer vor seiner Rückkehr, für die er „ein Kampfspiel mit spielerischen Anteilen auf beiden Seiten“ erwartet.

Beide Teams mit neun Treffern auf dem Konto

Schieles Premiere vergangenen Samstag gegen effiziente Auer ging mit 1:4 verloren. Den zwischenzeitlichen Führungstreffer hatte Kevin Behrens – Sandhausens bester Scorer mit vier Torbeteiligungen (3 Treffer, 1 Assist) – erzielt. Auf ihm liegen wie auch auf Daniel Keita-Ruel, der ebenfalls schon dreimal traf, die schwarz-weißen Hoffnungen. Schließlich durfte der Tabellen-15. insgesamt erst neunmal jubeln, genauso oft wie die Rothosen.

Die bisherigen Aufeinandertreffen in der Saison 2016/17 waren jedenfalls alles andere als torreich. Damals fiel in zwei Duellen nur ein Treffer. Während die Partie am Hardtwald torlos endete, gewannen die Sandhäuser am Dallenberg mit 1:0. Am Sonntag wollen es die Kickers sein, die nach dem Dreier über Hannover den nächsten Sieg am Dalle feiern.