Würzburger Kickers legen Einspruch gegen die Spielwertung in Darmstadt ein

Der FC Würzburger Kickers hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) fristgerecht Einspruch gegen die Wertung des Zweitliga-Spiels beim SV Darmstadt 98 eingelegt. Hintergrund ist die Ansetzung und Durchführung der Partie trotz der Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes Würzburg für einen Großteil des Lizenzspielerkaders, die wegen eines Corona-Falls im medizinischen Umfeld der Mannschaft notwendig war. Als Folge dessen standen dem FWK am Spieltag nur 14 Lizenzspieler zur Verfügung.

„Durch unseren Einspruch möchten wir unsere Position nochmals klar unterstreichen, dass nicht nur für uns, sondern auch für eine überwältigende Mehrheit Fußball-Deutschlands, die Ansetzung und Durchführung des Spiels vor dem Hintergrund der Quarantäneanordnung nicht nachvollziehbar ist. Wenn zehn Spieler in Quarantäne sind – neun von ihnen zählten in der Vorwoche beim 1. FC Nürnberg zur Startelf – und wir mit einem Rumpfkader von zwölf Feldspielern und zwei Torhütern anreisen müssen, kann keine Wettbewerbsgleichheit gegeben sein. Vor allem in der aktuellen Situation erwarten wir seitens der DFL nicht nur die Positionierung, sondern auch Umsetzung der vermittelten Werte. Es gibt zwar Vorgaben und Regeln, die auch ihre Berechtigung haben, aber unter Einsatz des gesunden Menschenverstands entzieht es sich jeder Sinnhaftigkeit, gesperrte und langzeitverletzte Spieler dem zur Verfügung stehenden Kader zuzurechnen,“ so Vorstand Sport Sebastian Schuppan.

Der FC Würzburger Kickers hat nun bis Anfang des neuen Jahres Zeit, dem zuständigen DFB-Sportgericht seinen Einspruch detailliert auszuführen. Anschließend wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.