Würzburger Kickers müssen gegen Osnabrück gewinnen

32. SPIELTAG: GEGEN OSNABRÜCK ZÄHLT NUR EIN SIEG

„Wir müssen gewinnen!“, bringt es Ralf Santelli vor der Partie gegen Osnabrück auf den Punkt. Nur mit drei Siegen aus drei Spielen bleibt die Chance auf den Klassenerhalt bestehen. Dass die Kickers hierfür auch auf Schützenhilfe angewiesen sind, verändert die Devise von Cheftrainer Santelli keineswegs. Zuerst geht es darum, seine eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Den ersten Schritt wollen und müssen die Kickers am Samstag machen. Anpfiff der Partie des 32. Spieltags ist um 13:00 Uhr in der FLYERALARM Arena.

Dietz hält die Hoffnung am Leben

Lars Dietz hielt mit seinem Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand beim Karlsruher SC die Hoffnung am Leben, auch nächstes Jahr in der 2. Bundesliga zu spielen. Hierfür sind aber drei Siege aus den abschließenden drei Partien unabdingbar. Erster Prüfstein im Saisonendspurt ist der VfL Osnabrück Die Niedersachsen benötigen den Dreier genauso sehr wie die Rothosen, stehen sie doch direkt vor den Kickers auf Rang 17. Dabei waren die Kräfteverhältnisse im Hinspiel, das die Kickers dank eines Doppelpacks von Marvin Pieringer und eines Treffers von David Kopacz an der Bremer Brücke mit 3:2 für sich entschieden, noch ganz andere. Ende Januar standen die Osnabrücker noch auf Platz neun der Tabelle. Allerdings holten die Lila-Weißem nur fünf Punkte in der Rückrunde, weniger als jede andere Mannschaft der Liga. Alle fünf aber auswärts.

Voller Fokus auf den nächsten Heimsieg

Auch der letzte Würzburger Heimsieg liegt bereits eine Weile zurück und datiert vom 23. Februar 2021 gegen den Hamburger SV. Daher wird es endlich wieder Zeit, am Dalle zu jubeln. „Ich könnte jeden Spieler bringen – Jeder ist fokussiert – Jeder ist bereit, mit aller Konsequenz!“, erklärt Santelli vor dem Spiel. Der FWK-Cheftrainer selbst hat in seiner Karriere mit dem SV Wacker Burghausen schon das nahezu Unmögliche erlebt. Trotz dessen, dass alle den Verein bereits abgeschrieben hatten, hielt er mit den Oberbayern die 3. Liga – am letzten Spieltag. „Solange es rechnerisch noch möglich ist, setzen wir alles daran, in der Liga zu bleiben“, bleibt der 52-Jährige positiv. Zudem haben die Kickers in dieser Saison gegen die drei Teams aus Niedersachsen stets gepunktet (zwei Siege gegen Hannover 96, ein Sieg gegen Osnabrück und ein Remis gegen Braunschweig).

Auf einen Mann werden die Rothosen am Samstag aber besonders aufpassen: Sebastian Kerk hat in der laufenden Saison bereits neun Tore erzielt und zehn weitere vorlegt. Damit ist der ehemalige Nürnberger an rund zwei Drittel aller Osnabrücker Tore direkt beteiligt. „Wir werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Die bisherigen Statistiken und jüngsten Ergebnisse spielen am Samstag keine Rolle. Wir haben analysiert, wie sie in den vergangenen Wochen gespielt und agiert haben und das ist maßgeblich“, stellt Santelli klar.

Spiel unter besonderen Voraussetzungen

Ein besonderes Spiel wird die Partie aber nicht nur ob ihrer tabellarischen Konstellation, sondern auch aufgrund der aktuellen Gegebenheiten: alle 36 Mannschaften der 1. und 2. Bundesliga befinden sich seit Montag, 03.05.2021, in Berufsquarantäne. Das bedeutet, dass die Spieler nur zwischen der eigenen Wohnung und dem Trainingsplatz pendeln dürfen, bevor es am Dienstag, 11.05.2021, in eine von der DFL vorgeschriebenes Quarantäne-Trainingslager geht. „Die Spieler gehen sehr gut damit um und nehmen die Maßnahmen sehr ernst“, beurteilt Santelli, der am Samstag die Qual der Wahl hat. Nur die Langzeitverletzten stehen dem FWK Cheftrainer nicht zur Verfügung. Rajiv van La Parra kehrt nach seiner Sperre zurück, Robert Herrmann hat seine Mittelohrentzündung auskuriert.

Sieben Aufeinandertreffen gab es bisher zwischen den Würzburger Kickers und dem VfL Osnabrück. Das bisher einzige Duell in der 2. Bundesliga haben die Kickers im Januar mit 3:2 an der Bremer Brücke gewonnen. Insgesamt gelangen dem VfL drei und den Kickers zwei Siege. Zweimal trennten sich die beiden Teams unentschieden.