Würzburger Kickers müssen mit Rumpfteam nach Darmstadt

13. Spieltag: Mit Geschlossenheit und Entschlossenheit nach Darmstadt

Nachdem die Partie am Mittwoch gegen den FC St. Pauli abgesetzt wurde, geht es für den FC Würzburger Kickers am Samstag, 19. Dezember, um 13:00 Uhr beim SV Darmstadt 98 letztmals um Punkte in diesem Kalenderjahr. Vor dem Duell des 13. Spieltags im Merck-Stadion am Böllenfalltor  äußerte sich FWK-Cheftrainer Bernhard Trares zur personellen Situation, der Stimmung in der Mannschaft und dem Gegner.

Bernhard Trares über…

… die personelle Situation: Wir haben elfeinhalb Feldspieler und zwei Torhüter, die den Kader für das Auswärtsspiel in Darmstadt bilden werden. Das ist natürlich ein Rumpfteam und eigentlich der 2. Bundesliga nicht würdig. Damit meine ich nicht die Qualität, sondern die Anzahl der zur Verfügung stehenden Spieler. Im Profibereich habe ich so etwas auch noch nicht erlebt. Ich muss mich zurückhalten, damit ich sachlich bleibe und rein sportlich antworte.

… die Spielabsage gegen den FC St. Pauli: Wir waren sehr fokussiert und haben uns sehr gut auf die Partie vorbereitet. Die Jungs waren heiß, waren griffig. Wir waren top vorbereitet und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Es hat uns schockiert, dass wir nicht spielen. Schließlich hatten wir uns auch nochmals in unser Teamhotel zurückgezogen. Allerdings steht die Gesundheit aller an oberster Stelle, so dass eine Spielabsetzung unabdingbar war.

 

… die aktuelle Trainingssituation: Wir haben gestern mit den zur Verfügung stehenden Spielern trainiert und versuchen nichtsdestotrotz, morgen eine Mannschaft zu stellen, die in Darmstadt diese Mammutaufgabe bewältigen kann. Für uns Trainer geht es darum, jetzt die passende Grundordnung zu finden, in welcher alle Spieler bestmöglich eingesetzt werden können. Wir müssen kreativ sein und möglicherweise Spieler auf Positionen einsetzen, die sie nicht so oft gespielt haben. Eric Verstappen wird morgen beispielsweise auch ein Feldspieler-Trikot dabei haben. Wir werden alles geben, um in Darmstadt zu bestehen, das ist unser Ziel.

… den Gegner SV Darmstadt 98: Darmstadt ist eine extrem spielstarke Mannschaft, die den Ball gut zirkulieren lassen kann. Mit Serdar Dursun haben sie einen starken Spieler, den es in den Griff zu bekommen gilt. Sie haben kürzlich ihr Spielsystem etwas umgestellt, weil sie mit den erzielten Ergebnissen nicht so zufrieden waren. Eigentlich müsste diese Mannschaft um den Aufstieg mitspielen.

… die Stimmung im Team: Das ist eine fürchterliche Situation, die mental sehr schwierig ist. Für die Spieler, die in Quarantäne sind, ist das natürlich sehr bitter. Die verbliebenen Spieler werfen im Training rein und werden auch in Darmstadt alles geben, um sich bestmöglichst verkaufen.

… seine Zeit in Darmstadt: Es war meine erste Profistation. Es war eine sehr schöne und – wie ich finde – erfolgreiche Zeit. Wir haben immer um die vorderen Plätze mitgemischt und wären beinahe in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Die Relegationsspiele gegen den SV Waldhof Mannheim waren sehr dramatisch, vor allem, weil das dritte Spiel in Saarbrücken im Elfmeterschießen zu unseren Ungunsten ausging. Solche Momente vergesse ich nicht. Ich habe noch sehr gute Kontakte zu ehemaligen Mitspielern wie Dieter Gutzler oder Bodo Mattern.