Würzburger Kickers spielen Unentschieden gegen VfL Osnabrück

1:1 GEGEN OSNABRÜCK: KICKERS SCHRAMMEN AM ERSTEN LIGASIEG VORBEI

1:1 hieß es am Ende einer umkämpften Partie am 4. Spieltag der 3. Liga in der FLYERALARM Arena gegen den VfL Osnabrück. Nach einer torlosen ersten Halbzeit konnten die Kickers kurz nach der Halbzeit durch einen guten Kopfball von David Kopacz in Führung gehen (48.). Doch in der 81. Spielminute konnten die Gäste aus Osnabrück durch Sebastian Heider zum 1:1-Endstand ausgleichen. Somit teilten sich die beiden Mannschaften die Punkte.

Eine Veränderung gegenüber Mannheim

Mit einer Veränderung schickte Torsten Ziegner seine Jungs in das Duell gegen den VfL Osnabrück. Robert Herrmann startete auf der linken Abwehrseite für Alexander Lungwitz. Weiterhin nicht zur Verfügung standen Marvin Pourié (Muskelverletzung im Oberschenkel), Nzuzi Toko (Reha), Niklas Schories (Aufbautraining) und Daniel Hägele (Adduktorenprobleme).

Auf den jüngsten Leistungen aufbauen wollten die Kickers gegen den VfL und sie knüpften umgehend an diese an. Herrmanns Flanke aus dem Halbfeld köpfte Moritz Heinrich knapp am langen Eck vorbei (4.). Die Kickers waren von Beginn an wach und suchten den Weg nach vorne. Saliou Sané schloss von der Strafraumkante zu zentral ab (17.). Sané war es kurz darauf, der Maximilian Breunig auf die Reise schickte. Der gebürtige Theilheimer nahm das Leder mit, verzog aus halblinker Position aber knapp rechts (18.).

Breunig muss früh verletzt runter

Zu allem Überfluss verletzte sich Angreifer und Dildar Atmaca kam (21.). An der optischen Überlegenheit der Gastgeber änderte sich aber nichts. Nur auf der Anzeigetafel stand weiterhin kein Treffer. Atmaca verpasste eine scharfe Schneider-Hereingabe knapp, Herrmann hingegen prüfte Philipp Kühn, der aber stark parierte (26.). Im direkten Gegenzug zeigten sich dann auch die Gäste erstmals offensiv gefährlich, aber Hendrik Bonmann hielt sicher gegen Haktab Omar Traoré (27.).

Es war der Startschuss für eine Osnabrücker Schlussoffensive gegen nun tiefer stehende Würzburger. Der VfL war nun besser in der Partie und Sebastian Klaas jagte das Leder knapp am FWK-Kasten vorbei (42.). Auch Marc Heider hatte die Führung für die Gäste auf dem Fuß, zielte aber zu ungenau (45.) und es ging ohne Tore in die Halbzeit.

Ereignisreicher Auftakt in die zweite Halbzeit

Nach der Pause waren es ebenfalls die Gäste, die dem Treffer ganz nahekamen. Ulrich Taffertshofer zog von der Strafraumkante ab und traf das Aluminium (46.). Keine 30 Sekunden waren gespielt und Durchatmen war angesagt. Aber nicht lange. Denn auf der anderen Seite köpfte Kopacz ebenso wuchtig zum 1:0 für die Kickers ein. Heinrich hatte perfekt geflankt (48.). Und der Jubel war noch nicht verhallt, eilte Atmaca dem zweiten Treffer entgegen. Doch der Youngster verzog knapp (49.).

Was für eine fulminante Anfangsphase! Und die Partie beruhigte sich keineswegs. Nach einem vermeintlichen Foul von Kopacz an Florian Kleinhansl zeigte Schiedsrichter Bokop auf den Punkt. Aber Bonmann tauchte Heiders Abschluss aus dem rechten unteren Eck (54.). Starke Parade des Würzburger Keepers! Erst in der Folge beruhigte sich die Partie wieder etwas, Chancen auf den zweiten Treffer hatten die Kickers aber trotzdem. Denn es schepperte erneut! Sané schickte Kopacz auf die Reise, der alles richtig machte. Doch der Innenpfosten verhinderte den Torschrei (62.). Herrmanns Freistoß aus 18 Metern fischte Kühn stark aus dem linken Winkel (66.).

Ausgleich kurz vor Schluss

In einer aufreibenden Schlussphase folgte dann aber die kalte Dusche. Heider legte auf Klaas ab, der von der Strafraumkante fulminant einschoss (80.). Der ärgerliche Ausgleich! Danach wollten beide Teams auf den Siegtreffer. Wirklich gefährlich wurden aber beide nicht mehr, auch weil Herrmanns Abschluss in den Fangzaun ging (90.+4).

Bereits am Mittwoch um 19:00 Uhr geht es für beide Teams weiter. Die Kickers reisen in den Breisgau zur Freiburger Reserve, der VfL Osnabrück empfängt Borussia Dortmund II.

Stimmen zum Spiel

Daniel Scherning (Cheftrainer VfL Osnabrück): „Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine unangenehme Mannschaft, die unbedingt den ersten Saisonsieg feiern möchte. Wir hatten in der ersten Hälfte sehr viel Ballbesitz und haben versucht, fußballerische Lösungen zu finden. Im letzten Drittel hat uns aber die Ruhe gefehlt. Dennoch lassen wir zuviel zu und sind in einigen Situationen nicht gut angelaufen. Nach der Pause haben wir direkt den Pfostenschuss und kassieren das Gegentor, weil wir nicht konsequent auf der rechten Abwehrseite verteidigen. In der Box verteidigen wir nicht gut. Danach kann uns der Gegner schon killen. Dann kommt die Elfmetersituation. Was danach kam, war aber sehr positiv. Die Mannschaft hat es weiter versucht, hat gedrückt und sich letztlich belohnt mit dem 1:1. Dennoch sind wir mit der Leistung nicht ganz zufrieden.“

Torsten Ziegner (Cheftrainer FC Würzburger Kickers): „Unser Tor war sehr gut herausgespielt. Sali läuft sehr gut auf den ersten Pfosten und schafft Platz für David, der einnickt. Wir mussten danach eine Phase überstehen, inklusive des Elfmeters, der keiner war, in der wir einige Ecken zugelassen haben und der Gegner sehr viel Ballbesitz hatte. Aber Hendrik musste selten überragend halten. Denn in der Box standen wir stabil. Was mich ärgert, ist, dass wir die Situationen wie von Kadi oder David nicht zum zweiten Tor nutzen. Mit dem 2:0 wäre es für Osnabrück sehr schwer geworden, zurückzukommen. Danach hat Osnabrück nochmals alles nach vorne geworfen bei 1:0, was immer ein gefährliches Ergebnis ist. Nach einem unnötigen Ballverlust fällt der Ausgleich und es ist wieder nur ein 1:1.“

Hendrik Bonmann (Keeper FC Würzburger Kickers): „Der Ausgleich in der Schlussphase war sehr ärgerlich. Das Gegentor war vermeidbar, das müssen wir vorher klären. Wir hatten heute die Möglichkeit, das 2:0 zu machen und die Partie mit Ruhe herunterzuspielen. Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, können aber heute gewinnen. Ich sehe es dennoch als Schritt nach vorne. Wieder standen wir sehr stabil. Wir arbeiten immer sehr viel weg. Offensiv hatten wir nach der Führung weitere Möglichkeiten. Die Punkte fehlen noch, aber es wird besser.“

Aufstellung

Würzburg: Bonmann – Schneider, Dietz, Kraulich, Herrmann – Kopacz, Perdedaj (81. Strohdiek), Hoffmann, Heinrich (90.+3 Waidner) – M. Breunig (21. Atmaca, 81. Nikolov), Sané.

Osnabrück: Kühn – Traoré, Gugganig, Trapp, Kleinhansl – Klaas, Taffertshofer, Kunze (87. Itter) – Bertram (68. Köhler), Higl (68. Haas), Heider.

Daten

Tore: 1:0 Kopacz (48.), 1:1 Klaas (80.)

Gelbe Karten: Perdedaj (12.), Kraulich (53.), Hoffmann (58.), Kopacz (83.), Heinrich (87.) – Itter (90.+1).

Zuschauer: 2.155.

Schiedsrichter: Bokop (Vechta).