Würzburger Kickers verlieren Drittliga-Auftakt gegen 1860 München

0:1 IN MÜNCHEN: KICKERS VERLIEREN GEGEN STARKE LÖWEN

Die Kickers starten mit einer Niederlage in die neue Saison. Vor 3500 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße erwischten die Löwen den besseren Start. Marcel Bär erzielte in der Anfangsphase den frühen Führungstreffer für die Hausherren (12.). Die Kickers fanden danach besser ins Spiel und kamen selbst zu einigen Gelegenheiten. Es entwickelte sich ein offenes Spiel mit dem besseren Ausgang für die Heimmannschaft. Am Ende siegten die Münchner knapp mit 1:0 gegen den FC Würzburger Kickers.

Offene Anfangsphase in München

Das Spiel war von Anfang an offen. Die Münchener tasteten sich langsam an den Strafraum der Kickers heran, die erste Großchance gehörte allerdings den Kickers. Nach einer schönen Ablage von Maximilian Breunig war Moritz Heinrich auf und davon. Der Stürmer tauchte alleine vor dem Tor der Löwen auf, doch Tom Kretzschmar parierte stark (9.).

Besser machte es dann Marcel Bär auf der anderen Seite, nach einem starken Pass von Erik Tallig. Der Neuzugang der Münchener schob den Ball sicher an Hendrik Bonmann vorbei, die 1:0-Führung für die Gastgeber (12.). Das Spiel blieb in der Anfangsphase weiterhin temporeich. Die Münchner probierten es immer wieder mit langen Bällen in den Rücken der Kickers-Abwehr, der FWK spielte vor allem viel über die beiden Außenbahnen.

Kickers werden gefährlicher

Die Kickers waren bemüht im Spiel nach vorne, die Chancen hatten dennoch die 60er. Den Schuss von Sascha Mölders blockte Leon Schneider noch, beim Nachschuss von Merveille Biankadi parierte Bonmann stark (26.). Auf der anderen Seite fasst der Kapitän Christian Strohdiek sich ein Herz. Aus gut 40 Metern schloss der Innenverteidiger ab, Kretzschmar klärte zur Ecke (31.). Der Fernschuss wirkte wie ein Weckruf für die Kickers. In der Folge kamen die Rothosen vermehrt zu Abschlüssen und zu mehr Spielanteilen.

Die nächste große Gelegenheit hatten trotzdem wieder die Gastgeber. Biankadi legte den Ball in den Lauf von Bär, der Torschütze scheiterte diesmal am starken Bonmann (38.). Außer einem Fernschuss von Fanol Perdedaj (42.) passierte bis zum Halbzeitpfiff nichts mehr. Die Kickers gingen mit einem 1:0-Rückstand in die Halbzeitpause.

Großchancen auf beiden Seiten

Die zweite Halbzeit startete mit der Einwechslung von Sturm-Neuzugang Marvin Pourié, David Kopacz blieb draußen (46.). Die Nummer 9 fügte sich direkt gut ein. Nach einem starken Ballgewinn legte er den Ball raus auf Dominik Meisel, der Mittelfeldspieler zielte aber zu hoch (56.). Glück hatten die Kickers kurze Zeit später im eigenen Strafraum. Im Nachgang einer Ecke erzielte Sascha Mölders das vermeintliche 2:0 für die Löwen, der Stürmer stand allerdings knapp im Abseits.

Die Münchner fokussierten sich in den letzten 30 Minuten vermehrt auf das Verteidigen. Richtig gefährlich wurde es bei einem indirekten Freistoß im Strafraum der Löwen. Torwart Kretzschmar berührte den Ball bei einem Abstoß zwei Mal, daraus resultierte die große Gelegenheit für die Kickers. Pourié legte den Ball aus fünf Metern quer an den langen Pfosten zu Strohdiek. Der Kapitän traf den Ball allerdings nicht richtig und verpasste somit den Ausgleich (72.). Unglückliche Aktion des Innenverteidigers, das hätte der Treffer sein müssen. Bis zum Schlusspfiff gab es keine weiteren nennenswerten Aktionen.

Heimspiel am Montagabend gegen den SC Verl

Die Kickers verloren das erste Spiel der neuen Drittliga-Saison. Bis zur nächsten Partie hat die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Ziegner jetzt neun Tage Zeit sich auf den Gegner vorzubereiten. Am Montag, den 02. August um 19:00 Uhr steht das erste Heimspiel gegen den SC Verl an. Tickets gibt es nach wie vor im Online-Shop.

 

Stimmen zum Spiel

Torsten Ziegner (Cheftrainer FC Würzburger Kickers): Wir haben heute ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen. Wenn ich an die erste Hälfte denke, hätten wir mit Moritz Heinrich direkt in Führung gehen können. Auf der anderen Seite mach Marcel Bär es dann halt besser. Es war ein Spiel in dem beide Mannschaften sehr viel Respekt voreinander hatten. Es gab viele intensive Zweikämpfe, die Münchner waren am Ende einfach etwas kaltschnäuziger. Wir hatten die eine Großchance in der zweiten Halbzeit durch den Freistoß, den wir leider vergeben haben. Auf der anderen Seite hatten wir bei der einen Situation etwas Glück, dass es keinen Elfmeter für die Löwen gab. Schlussendlich gehen wir als Verlierer vom Platz, das ist natürlich zu wenig. Wir haben aber gezeigt, dass wir nach einem Rückstand nicht auseinanderbrechen und so eine gute Mannschaft wie München auf Trab zu halten. Jetzt müssen wir das Spiel abschütteln und analysieren und es gegen den SC Verl besser machen.

Michael Köllner (Cheftrainer TSV 1860 München): Wir wussten, dass es ein sehr schweres Auftaktspiel wird. Das waren sehr gute 20-25 Minuten die wir am Anfang gespielt haben. Wie Torsten es schon angesprochen hat, war es ein sehr intensives Spiel. Wir mussten bei den Temperaturen um jeden Zentimeter kämpfen. Wir haben am Ende auch viele Möglichkeiten liegen lassen, deswegen war es sehr gut, dass wir hinten zu Null gespielt haben. Endlich wieder vor Fans zu spielen war natürlich auch etwas sehr besonderes, es fühlt sich einfach anders an. Dementsprechend war es sehr wichtig für uns, dass wir die drei Punkte im Grünwalder Stadion halten konnten.

 

Aufstellung

Würzburg: Bonmann – Dietz, Strohdiek, Schneider – Waidner (65. Adigo), Perdedaj, Meisel, Kopacz (46. Pourié), Herrmann (81. Lungwitz)- Heinrich (81. Atmaca), M. Breunig (65. Sané).

München: Kretzschmar – Deichmann, Salger, Belkahia (45+2. Lang), Steinhart – Moll – Tallig (68. Staude), Neudecker (68. Dressel), Biankadi – Mölders, Bär (88. Lex).

 

Daten

Tor: 1:0 Bär (11.).

Gelbe Karten: Lex (90+1.) – Schneider (20.), Heinrich (63.), Dietz (63.), Strohdiek (74.), Meisel (82.).

Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta).

Zuschauende: 3.500 (Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße).