Würzburger Kickers verlieren wegen eines Eigentors in Rostock

Der FC Würzburger Kickers hat sich am 17. Drittliga-Spieltag beim F.C. Hansa Rostock mit 0:1 (0:1) geschlagen geben müssen. Ein unglückliches Eigentor von Luca Pfeiffer kurz vor dem Seitenwechsel sorgte an diesem Nachmittag vor 11.020 Zuschauern im Ostseestadion für den Sieg der Kogge.

„Wir haben ein hochintensives Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit hatten wir in Sachen Präsenz und Zweikampfführung ein kleines Plus. Es ist ärgerlich, dass der Schuss von Simon Rhein an die Latte fällt und umso bitterer, dass wir vor der Pause unglücklich in Rückstand geraten“, sagte FWK-Cheftrainer Michael Schiele: „Wir haben zweite Halbzeit alles versucht und viel entblößt. Vincent Müller hat das Ergebnis lange festgehalten, sodass wir uns das Spiel bis zum Ende offen gehalten haben.“

Schieles Gegenüber Jens Härtel bilanzierte einen „ähnlichen Beginn. Würzburg hat sich dann ein leichtes Übergewicht erarbeitet, wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir zu dieser Zeit in Rückstand geraten wären. Der Führungstreffer hat uns Rückenwind gegeben, woraufhin wir einige Chancen hatten, den zweiten Treffer zu erzielen. Deshalb blieb es gegen einen guten und aggressiven Gegner bis zum Schluss ein Spiel mit dem Feuer.“

Drei Änderungen

FWK-Cheftrainer Michael Schiele hatte im Vergleich zum Heimspiel gegen Uerdingen (1:2) drei Änderungen vorgenommen: Leroy Kwadwo, Albion Vrenezi und Dominik Widemann rückten anstelle von Robert Herrmann, Frank Ronstadt und Patrick Sontheimer in die Startelf. Nicht zur Verfügung standen die Langzeitverletzten Yassin Ibrahim (Leistenprobleme), Maximilian Breunig (Reha nach Unfall) und Hüseyin Cakmak (Knieverletzung) sowie Dominic Baumann, der jedoch nach seinem Bruch des Sprunggelenks bereits ins Teamtraining eingestiegen ist.  Robert Herrmann reiste zwar mit nach Rostock, war aber aufgrund einer Erkältung keine Option.

Erste Möglichkeiten für den FWK

Bereits nach weniger als vier Minuten kamen die Mainfranken zu ihrer ersten Doppelchance: Zunächst lenkt FCH-Keeper Markus Kolke einen starken Freistoß von Albion Vrenezi um den Pfosten, bei der anschließenden Ecke flog Pfeiffers Kopfball nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite hatte Mirnes Pepic die erste Möglichkeit der Gastgeber, aber FWK-Keeper Vincent Müller war rechtzeitig unten und hielt die Kugel sicher fest. Nach einer guten Viertelstunde fehlte bei einer Direktabnahme von Lukas Scherff nicht viel (16.). Dann aber waren es wieder die Rothosen, die dem Führungstreffer immer näher kamen: Eine scharfe Hereingabe von Kaufmann, der an diesem Nachmittag sein 100. Drittliga-Spiel absolviert hat, konnten die Gastgeber mit etwas Glück zur bereits vierten Kickers-Ecke klären (21.), kurz darauf wurde eine Direktabnahme von Luke Hemmerich nach einem Kaufmann-Zuspiel abgefälscht und landete in den Armen von Kolke (23.).

FWK drückt, FCH trifft

Nachdem Müller bei den Versuchen von Nik Omladic (29.) und Korbinian Vollmann auf dem Posten war, hatten die mitgereisten Kickers-Fans den Torschrei zwei Mal auf den Lippen, doch zunächst verhinderte die Latte die FWK-Führung: Nach einem starken Lauf von Dave Gnaase kam der Ball über Dominik Widemann und Vrenezi zu Simon Rhein, dessen Schuss an die Latte flog (37.). Zwei Zeigerumdrehungen später strich ein Kopfball von Daniel Hägele nach einer Rhein-Ecke haarscharf am rechten Pfosten vorbei (39.). Die Rothosen lieferten ein gutes Auswärtsspiel ab, gerieten aber quasi mit dem Pausenpfiff durch ein unglückliches Eigentor von Luca Pfeiffer in Rückstand (45.).

Müller zweimal glänzend

Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Hanseaten die Möglichkeit zum zweiten Treffer, Müller konnte Pepic jedoch ganz stark nach außen abdrängen, sodass der Rostocker nur das Außennetz traf (48.). Eine Minute später kamen die Kickers fast zum Ausgleich:  Nach einer Hereingabe von Kaufmann parierte Kolke jedoch Widemanns Linksschuss. Und auf der Gegenseite rettete Müller mit einer überragenden Fußabwehr gegen Pepic (50.). Auch in der Folgezeit kamen beide Mannschaften zu Chancen: Pfeiffer und Kaufmann verpassten eine gefährliche Kwadwo-Hereingabe nur knapp (57.), Vollmanns Heber drehte sich auf der anderen Seite am rechten Pfosten vorbei (59.).

Offener Schlagabtausch

Es hatte sich längst ein offener Schlagabtausch entwickelt: Nach einer guten Stunde vergab Pepic die große Gelegenheit zum 2:0 für den ehemaligen Erstligisten (63.), auf der Gegenseite konnte Kolke einen abgefälschten Schuss von Rhein im letzten Moment festhalten (68.). In der 72. Minute zog Hemmerich nach einem Doppelpass aus 20 Metern ab. Der Ball flog jedoch am linken Pfosten vorbei. Eine Viertelstunde vor dem Ende nahm FWK-Cheftrainer Michael Schiele einen Doppelwechsel vor und brachte Frank Ronstadt und Patrick Sontheimer für Kwadwo und Widemann (76.), in der Schlussphase ersetzte Lion Schweers Hemmerich (83.). Nachdem Müller auch gegen John Verhoek den zweiten Treffer verhindern konnte, blieb das Spiel bis zum Ende offen, der FWK verpasste jedoch in der Nachspielzeit bei einem Freistoß aus 22 Metern halblinker Position den Ausgleich.

Letztes Heimspiel des Jahres

Am kommenden Wochenende später steigt in der FLYERALARM Arena das letzte Heimspiel des Jahres gegen den FC Viktoria Köln. Anpfiff ist am Samstag, 7. Dezember, 14:00 Uhr.

Aufstellungen:

Rostock: Kolke – Ahlschwede , Sonnenberg , Rieble , Neidhart – T. Öztürk , Pepic , Omladic , Vollmann (69. Opoku), Scherff (80. Butzen) – Breier (83. Verhoek).

Würzburg: Müller – Hemmerich (83. Schweers), Hägele, Schuppan, Kwadwo (76. Ronstadt) –  Gnaase, Rhein – Kaufmann, Vrenezi – Pfeiffer, Widemann (76. Sontheimer).