Würzburger Kickers verlieren zuhause gegen SV Darmstadt

LILIEN SIEGEN AM DALLE MIT 3:1

Der FC Würzburger Kickers muss sich am 30. Zweitliga-Spieltag gegen den SV Darmstadt 98 mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Nach einer guten ersten Halbzeit der Rothosen traf Serdar Dursun kurz vor der Pause vom Elfmeterpunkt zur Führung der Gäste (45.). Nach rund einer Stunde erzielte Lars Dietz den überfälligen Ausgleich (63.), doch die Lilien schlugen nach van La Parras Platzverweis durch Tim Skarke zurück (79.). In der Nachspielzeit erzielte Felix Platte einen weiteren Treffer (90.+3).

Neuerliche Rotation

Erneut wechselte Ralf Santelli, vor allem mit Blick auf die Belastung der englischen Woche, auf fünf Positionen. Patrick Sontheimer kehrte nach seiner Gelbsperre zurück in die Startelf, ebenso wie Dominik Meisel, Kapitän Arne Feick und Rajiv van La Parra. Zudem kehrte Hendrik Bonmann nach seinen Adduktorenproblemen zwischen die Pfosten zurück. Fabian Giefer musste nach dem samstäglichen Zusammenprall mit Maximilian Dittgen passen, während Frank Ronstadt, Christian Strohdiek, David Kopacz und Martin Hasek auf der Bank Platz.

Verschliefen die Rothosen die Anfangsminuten der vergangenen beiden Partien – Nürnberg traf nach fünf Minuten, St. Pauli nach vier, waren die Kickers diesmal von Beginn an hellwach. Vor allem van La Parra drückte den ersten Minuten seinen Stempel auf. Mehrmals zog der Flügelstürmer nach innen und initiierte auch die beste Möglichkeit der Würzburger, als er Marvin Pieringer bediente, der aber an Carl Klaus scheiterte (3.). Darmstadts erste Angriffsbemühungen prallten hingegen an der kompakten FWK-Defensive ab.

Die Elf von Ralf Santelli zeigte ein gänzlich anderes Gesicht und es entwickelte sich eine offene Partie, in der Sontheimer den nächsten, aber zu zentralen Warnschuss abgab (20.). Nach rund einer halben Stunde war es erneut der Rückkehrer, der nach einer Balleroberung im Mittelfeld Klaus prüfte (31.). Die Kickers waren das aktivere Team, während Darmstadt offensiv nicht stattfand. Bonmann war nahezu arbeitslos, musste dann aber doch das Leder aus den Maschen holen. Mathias Honsak war mit Tempo in den Strafraum gezogen und schoss Dietz an die Hand. Trotz aller Proteste verwandelte Serdar Dursun zur schmeichelhaften Lilien-Führung (45.), mit der es dann auch in die Kabine ging.

Dietz gleicht aus

Trotz des späten Rückschlags behielten die Rothosen ihren Kopf nach dem Seitenwechsel oben. Zwar verbuchten die Lilien den ersten Abschluss des zweiten Durchgangs, doch die Kickers blieben das aktivere Team. Nach einer guten Stunde hatte van La Parra nach Feltschers Hereingabe den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber leicht abgefälscht nur das Außennetz (61.). Kurz darauf köpfte Dietz Feltschers Ecke am Tor vorbei (62.). Doch die Kickers blieben am Drücker und dann war es kurz darauf Lars Dietz, der das Leder zum verdienten Ausgleich über die Linie drückte. Wieder hatte Feltscher abgezogen, der Abwehrspieler diesmal den Fuß reingehalten (63.)

Kickers in Unterzahl

Mit Dominic Baumann für Dominic Meisel blies Santelli weiter zur Attacke, sah sein Team dann aber plötzlich in Unterzahl. Nach van La Parras zweitem Foul schickte Christof Günsch den Niederländer vorzeitig zum Duschen (67.). Dennoch hatte Pieringer die dicke Chance zur Führung. Nach Feltschers Hereingabe zielte der Angreifer aber am Fünfmeterraum direkt auf Klaus (69.).

Danach waren es aber die Lilien, die besser in die Partie kamen. Erich Berko schob alleine vor Bonmann noch vorbei (72.), Matthias Bader jagte den Ball drüber (78.). Tim Skarke versenkte das Leder von der Strafraumkante dann aber unhaltbar zur erneute Darmstädter Führung (79.). Felix Platte legte in der Nachspielzeit das 3:1 nach (90.+3).

Weiter in Karlsruhe

Bereits am Freitag, 23. April 2021, um 18:30 Uhr geht es für die Rothosen im Karlsruher Wildpark weiter. Die Lilien empfangen zum Abschluss des 31. Spieltags am Montag, 26. April 2021, um 20:30 Uhr den Tabellenführer aus Bochum.

Ralf Santelli (Cheftrainer FC Würzburger Kickers): Glückwunsch zum Sieg an Markus Anfang und seine Mannschaft. Es war eine sehr lauf- und zweikampfinternsive Begegnung. Wir hatten in vielen Phasen mehr vom Spiel. Der große Unterschied war heute, dass Darmstadt seine Chancen sehr hochprozentig genutzt hat. Wir hatten beim Stand von 1:1 die große Chance von Marvin Pieringer, schwächen uns aber zuvor durch den Platzverweis und bringen Darmstadt ins Spiel. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Wir schütteln uns die kommenden Tage und am Freitag geht es in Karlsruhe weiter. Solange es möglich ist, glauben wir an den Klassenerhalt. Heute kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Heute hat sehr vieles gepasst.

Markus Anfang (Cheftrainer SV Darmstadt 98): Wir haben eine sehr intensive Partie gesehen. Wir sind nicht gut gestartet und haben über das gesamte Spiel nicht zu unserem Spiel gefunden. Würzburg war in vielen Phasen die bessere Mannschaft. Was wir jedoch sehr gut gemacht haben, wir haben unsere Chancen genutzt. Würzburg hatte mehr Spielanteile und eine hundertprozentige Möglichkeit zur Führung. Kurz vor der Pause bekommen wir den Handelfmeter. Die Handspielregel ist sehr schwierig, letztlich war es aber richtig entschieden. Dann führen wir glücklich mit 1:0. Nach der Halbzeit das gleiche Bild. Sie machen nach mehreren Standardsituationen den Ausgleich. Erst mit dem Platzverweis sind wir besser ins Spiel gekommen und erzielen, auch über Kontermöglichkeiten, die Treffer zum 2:1 und 3:1. Wir haben nicht unbedingt verdient gewonnen, aber wir brauchten die Punkte und nehmen sie sehr gerne mit.

Würzburg: Bonmann – Feltscher, Dietz, Kraulich, Feick – Hägele, Meisel (62. Baumann) – Munsy (77. Ronstadt), Sontheimer, van La Parra – Pieringer.

Darmstadt: Klaus – Bader, Mai, Höhn, Holland – Palsson, Rapp – Berko (82. Clemens), Kempe (82. Mehlem), Honsak (57. Skarke) – Dursun.

 

Tore: 0:1 Dursun (45., Handelfmeter), 1:1 Dietz (63.), 1:2 Skarke (80.), 1:3 Felix Platte (90.+3)

Gelbe Karten: Van La Parra (41.), Dietz (44.), Feick (45.), Feltscher (53.) – Dursun (87.)
Gelb-Rote Karte: Van La Parra (67.)

Schiedsrichter: Günsch