Würzburger Kickers wollen in Heidenheim erneut ersten Zweitligasieg holen

7. Spieltag: Mit guten Erinnerungen an die Brenz

Am Freitagabend um 18:30 Uhr trifft der FC Würzburger Kickers zum Auftakt des 7. Spieltags auf den 1. FC Heidenheim, der ebenfalls schlechter als erhofft in die neue Spielzeit gestartet ist. Die Erinnerungen an den kommenden Gegner sind zudem positiv. Der bisher einzige Auftritt des FWK in der Voith-Arena vor vier Jahren ging nämlich in die Kickers-Geschichte ein.

Erster Saisonsieg vor vier Jahren in Heidenheim

Denn der damals frisch gebackene Zweitliga-Aufsteiger aus Mainfranken feierte am 3. Spieltag – wie heute an einem Freitagabend unter Flutlicht – der noch jungen Saison 2016/17 den ersten Zweitliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte. Patrick Weihrauch hatte die Gäste in Führung geschossen, FCH-Legende Marc Schnatterer nach rund einer Stunde ausgeglichen. Als dann alles auf ein Remis hindeutete, schlug kurz vor Schluss Rico Benatelli eiskalt zu und sicherte den Rothosen den ersten – historischen – Dreier der Saison.

Feick kehrt zurück

Damals ebenfalls auf dem Platz stand Arne Feick. Der heute 30-Jährige wechselte nach fünf Spielzeiten im Sommer von der Brenz an den Dallenberg. „Wir haben damals zu Hause unglücklich mit 1:2 verloren. Im Rückspiel musste ich beim 2:0-Auswärtssieg in Würzburg verletzungsbedingt von der Tribüne aus zuschauen“, erinnert sich der Linksverteidiger, der gerne an seine Zeit in Heidenheim zurückdenkt. Er habe dort mit seiner Familie eine wirklich tolle Zeit gehabt. Daher sei die Vorfreude groß, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren. Und auch sein ehemaliger Coach Frank Schmidt spricht in den höchsten Tönen über Feick: „Er war ein wichtiger Spieler. Er hat sich hier überragend eingebracht, vor allem in der letzten Saison. In Würzburg ist er Kapitän und Stammspieler und zeigt nun dort seine Klasse.“

Heidenheim zu Hause unbesiegt

Beinahe wäre Feick das perfekte Ende seiner Zeit in Heidenheim gelungen. Als Tabellendritter schafften die Ostwürttemberger den Sprung in die Relegation und scheiterten in dieser aufgrund der Auswärtstorregel denkbar knapp am SV Werder Bremen. Vom dritten Platz ist die Mannschaft Frank Schmidts aktuell aber weit entfernt. Alles andere als gelungen ist den Blau-Rot-Weißen der Saisonstart. Nur fünf Zähler hat der FCH auf dem Konto und steht damit aktuell auf dem unteren Relegationsrang. „Wir hängen hinten drin nach einem Fünftel der Saison. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Wir wollen mit einem Sieg den Sprung ins untere Mittelfeld schaffen, um uns von unten wegzubewegen“, sagt Schmidt, der dabei auf die Heimstärke seiner Elf baut. Denn all ihre fünf Punkte der laufenden Saison holten die Heidenheimer zu Hause und sind damit in der Voith-Arena noch ungeschlagen. Der bisher einzige Saisonsieg liegt jedoch schon sechs Runden zurück. Am 1. Spieltag schlug der FCH Aufsteiger Eintracht Braunschweig mit 2:0.

Diese Serie wollen die Würzburger, die nach der 2:3-Niederlage gegen Bochum weiterhin sieglos sind, natürlich beenden. „Wir wollen ihnen große Probleme bereiten und den ersten Dreier der Saison landen. Zudem brauchen wir händeringend dieses Erfolgserlebnis. Bereits in den vergangenen Spielen waren wir nicht weit entfernt davon“, sieht FWK-Cheftrainer Marco Antwerpen seine Mannschaft auf einem guten Weg. Nur belohnt habe sich seine Elf bisher unzureichend für den Aufwand, den sie betreibt.

„Alle ziehen an einem Strang“

Auch für die Stimmung innerhalb des Teams wäre ein Erfolg in Heidenheim immens wichtig. „Die Jungs sind unzufrieden mit der aktuellen Situation. Die Enttäuschung nach den Spielen ist immer sehr groß. Aber wir arbeiten konzentriert und intensiv an Lösungen. Wir tauschen uns regelmäßig aus und ziehen alle an einem Strang“, so der Übungsleiter, der auch Fabian Giefer nach der jüngst aufkeimenden Torwartdiskussion den Rücken stärkte: „Ich konnte die Aufregung nicht wirklich nachvollziehen. Ich habe eine Spielsituation auf der Pressekonferenz erwähnt. Wir stehen im regelmäßigen Austausch und haben auch die letzte Partie gemeinsam analysiert. Fabian ist ein extrem wichtiger Spieler für uns. Er soll mit seiner Erfahrung die Mannschaft und die anderen Spieler führen. Er gehört zu den Akteuren, die vorangehen sollen.“

Personell kann Antwerpen an der Brenz nahezu aus dem Vollen schöpfen. Neuzugang Ewerton steht nach seiner ausgestandenen Magen-Darm-Infektion wieder zur Verfügung. Lediglich Keanu Staude muss aufgrund von Sprunggelenksproblemen weiter passen.